kvt Kassenärztliche
Vereinigung Thüringen

Telematikinfrastruktur der gematik

Die Telematikinfrastruktur (TI) der gematik gewährleistet den sicheren Austausch von Informationen über Sektoren und Systeme hinweg. Die Telematikinfrastruktur ist ein geschlossenes Netz, zu welchem nur registrierte Nutzer (Personen oder Organisationen) Zugang haben. Durch Einsatz starker Informationssicherheitsmechanismen wird die Telematikinfrastruktur Datenschutzanforderungen gerecht, um insbesondere Daten von Patienten zu schützen. Die eingesetzten kryptographischen Verfahren werden regelmäßig vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) überprüft und an die neuesten technischen Entwicklungen angepasst, um langfristig die sichere Kommunikation und den Schutz von sensiblen Informationen zu gewährleisten.

IT-Sicherheitsrichtlinie gilt seit Januar 2021

IT-Systeme und sensible Daten in den Praxen besser schützen. Das ist eines der Ziele der IT-Sicherheitsrichtlinie. So sollen klare Vorgaben dabei helfen, Patientendaten noch sicherer zu verwalten und Risiken wie Datenverlust oder Betriebsausfall zu minimieren. 

Verbindliche Anforderungen an die IT-Sicherheit

Hinter der Richtlinie steht der Gesetzgeber. Im Digitale-Versorgung-Gesetz beauftragt er die KBV und die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) damit, eine IT-Sicherheitsrichtlinie für alle Praxen zu entwickeln. Darin sollen die Anforderungen zur Gewährleistung der IT-Sicherheit verbindlich festgelegt sein. Auf den Seiten der KBV stehen dazu ausführliche Informationen.

Mehr zum Thema:

IT-Sicherheit besser erklärt (Serie)

Auf unseren Seiten unter der Rubrik "IT-Sicherheit" werden einzelne Themem praxisnah erläutert:

Verzeichnisdienst

Immer wenn Sie einen Brief verschicken, zum Telefonhörer greifen oder eine elektronische Nachricht versenden, benötigen Sie eine bestimmte Art von Information, welche den Empfänger Ihres Kommunikationsversuches beschreibt: Die Anschrift, Telefonnummer, eMail-Adresse oder zusammengefasst die Adressdaten. So lange wir nur mit wenigen Empfängern kommunizieren wollen, können wir die Adressdaten noch im Kopf behalten. Werden es mehr mögliche oder bisher unbekannte Empfänger, greifen wir gerne auf kleine Helfer wie Telefonbücher oder elektronische Verzeichnisse zurück.

Die Kommunikation in der Telematikinfrastruktur (TI) ist ähnlich. Um jemandem einen elektronischen Arztbrief schicken zu können, benötige ich dessen Adressdaten. Bei potentiell mehr als einer halber Million möglicher Empfänger geht es ohne eine Art Telefonbuch oder Adressverzeichnis nicht mehr. In der TI übernimmt der Verzeichnisdienst (VZD) diese Funktion. Der VZD kann allerdings noch mehr. Da elektronische Arztbriefe in einem Briefumschlag stecken und so Ende-zu-Ende verschlüsselt unterwegs sind, benötigen Sie zum Versenden ein Geheimnis mit dem Sie den Brief genau für den einen Empfänger verschlüsseln können. Das Geheimnis ist im Jargon der TI ein Zertifikat. Die TI speichert ein jeweils zu Ihrem Praxisausweis passendes Zertifikat im VZD beim Eintrag zu den Adressdaten. Eine weitere Funktion ist die Möglichkeit die elektronische Unterschrift eines eArztbriefes auf Gültigkeit zu überprüfen. Dafür gibt es noch ein weiteres Zertifikat und das kommt ebenfalls in den VZD. Schließlich kann man sich in der TI mit dem Praxisausweis als Betriebsstätte eines Arztes oder Psychotherapeuten zu erkennen geben. Das ist z.B. notwendig um den Zugriff auf die elektronische Patientenakte zu regeln oder dafür zu sorgen, dass Notfalldaten nur von medizinischem Fachpersonal gesehen oder geändert werden. Das funktioniert mit noch einem weiteren Zertifikat und das ist wieder bei den Adressdaten im VZD gespeichert.

Wir haben also im VZD zusammengefasst für Ihre Betriebsstätte die Adressdaten bestehend aus

  • Name der Betriebsstätte
  • Straße und Hausnummer
  • Postleitzahl und Ort
  • Bundesland (KV-Bereich der Betriebsstätte)
  • BSNR
  • Fachgebietscodierung nach hl7 Spezifikation

plus drei Zertifikate jeweils zur Verschlüsselung, Unterschrift (Signatur) und zur Authentisierung (fachlicher Nachweis) einer Betriebsstätte.

Vermutlich fragen Sie sich, wie diese Informationen im VZD landen und wer dafür sorgt, das diese richtig und aktuell bleiben. Ihre Kassenärztliche Vereinigung Thüringen ist ab dem 1. Dezember 2020 durch §313 Abs. 5 SGB V  gesetzlich dazu verpflichtet, die uns vorliegenden Informationen über Betriebsstätten an den Verzeichnisdienst der TI zu übermitteln und aktuell zu halten. Das bedeutet, dass wir den aktuellen Stand und alle Änderungen an den obigen Datenfeldern, die Sie uns melden, an den VZD weiterleiten.

Einen ähnlichen Auftrag haben die Landesärztekammer Thüringen (LÄK) für den elektronischen Arztausweis (eArztausweis) und die Ostdeutsche Psychotherapeutenkammer (OPK) für den elektronischen Psychotherapeutenausweis (ePtA). Die Adressdaten beziehen sich dann allerdings auf Sie als Heilberufler und nicht auf Ihre Betriebsstätte, aber jeweils drei Zertifikate für die drei obigen Anwendungsfälle sind ebenfalls immer im VZD gespeichert.

In der Anwendung bedeutet das für Sie, dass wenn Sie einen elektronischen Arztbrief versenden möchten, dann tippen Sie vermutlich nur drei oder vier Buchstaben des Namens des Empfängers, den Sie erreichen möchten und erhalten vom VZD eine Auswahlliste von Empfängern, von denen einer passen könnte. Mit einem Klick in die Auswahlliste entscheiden Sie, wohin der elektronische Arztbrief gehen soll und mit welchem Geheimnis er verschlüsselt wird. Vor der Verschlüsselung wird der elektronische Arztbrief mit der Signatur von Ihrem eArztausweis oder ePtA unterschrieben. Beim Empfänger geht es umgekehrt: Der Empfänger holt sein Geheimnis aus dem Zertifikat auf seinem eArztausweis oder ePtA und entschlüsselt der elektronischen Arztbrief. Danach kann er mit Hilfe des VZD überprüfen ob die elektronische Unterschrift zum Absender passt.

Der VZD ist ein elektronisches Telefonbuch oder Adressregister, welches Ihnen das Leben mit der TI leichter machen soll. Ihre Kassenärztliche Vereinigung Thüringen trägt einen Mosaik-Stein zu diesem Dienst bei.

Weitere Informationen gibt es 

Gesetzliche Fristen

Achtung Laborärzte, Pathologen, Transfusionsmediziner oder (reisende) Anästhesisten: Mit dem Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG), welches am 1. Januar 2020 in Kraft getreten ist, wurde die Verpflichtung zur Anbindung an die TI auch für nicht VSDM- Pflichtige zum 30.06.2020 vom Gesetzgeber in § 291 Absatz 2b SGB V festgelegt. Hintergrund ist die vom Gesetzgeber beschlossenen Einführung weiterer medizinischer TI-Anwendungen, wie Notfalldatenmanagement (NFDM), elektronischer Medikationsplan (eMP) sowie elektronische Patientenakte (ePA).

Mit dem DVG (§ 291 Absatz 2b Satz 9 SGB V) wurde auch die Honorarkürzung (gesetzliche Sanktion für einen Nicht-Anschluss an die TI) von 1 Prozent ab März 2020 auf 2,5 Prozent angehoben. Die Honorarkürzungen von 2,5 Prozent werden voraussichtlich mit dem Honorarbescheid für Quartal 2020/2 umgesetzt.

Ab 01.01.2021 müssen auch ermächtigte Ärzte/Psychotherapeuten/Einrichtungen (§ 291 Absatz 2c Satz 4 SGB V) an die TI angeschlossen sein und als erste Anwendung das VSDM durchführen. Zu diesem Zeitpunkt werden weitere TI-Anwendungen eingeführt, wie die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) auf Basis der Kommunikation im Medizinwesen (KIM, früher KOM-LE).

Ab 30.06.2021 müssen Praxen laut Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) startklar für die elektronische Patientenakte (ePA) sein.

Ab 01.10.2021 wird die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung eingeführt (eAU). Ab diesem Datum sind Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen elektronisch an die Krankenkasse zu übertragen. Es werden keine analogen AU-Bescheinigungen mehr angenommen.

Finanzierung

In Anlage 32 des Bundesmantelvertrages-Ärzte (BMV-Ä) ist die Finanzierung und Erstattung, der durch die Einführung der TI entstehenden Kosten geregelt. Basis sind Pauschalen, welche je nach Anspruch, Praxiszusammensetzung und Erbringung bestimmter TI-Dienste berechnet werden. In der Regel werden die Beträge am Anfang des 2. Monats nach Abgabe der Quartalsabrechnung in einer gesonderten Anweisung ausbezahlt und in einen Anschreiben aufgeschlüsselt.

Der Installations-Nachweis für die Telematikinfrastruktur erfolgt im Zuge der ersten erfolgreichen Ausführung des Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) automatisch über Ihre normale Quartalsabrechnung.

Bei Fachanwendungen der TI wie z.B. Notfalldatenmanagement (NFDM) oder dem elektronischer Medikationsplan (eMP) wird der Nachweis über Eigenerklärungen geführt. Diese Eigenerklärungen geben Sie bequem über das Sichere Netz der KVen (SNK, KV-SafeNet) im Mitgliederportal KVTop (unter Formulare/TI-Formulare) oder unter https://kvtop.kvt.kv-safenet.de/tiforms ab.

Bitte senden Sie uns dazu keine Rechnungsunterlagen zu. 

Auszüge Finanzierungsvereinbarung

Bezeichnung der PauschaleHöhe der Pauschale
Anlage 5 (NFDM/eMP)
NFDM/eMP-Pauschale gemäß § 2 Abs. 1 lit. b) i.V.m. § 2 Abs. 3 lit. a) bis d), einmalig je Vertragsarztpraxis530,00 €
Zuschlag zur Pauschale für die Betriebskosten NFDM/eMP gemäß Anlage 2 Absatz 3, quartalsweise je Vertragsarztpraxis4,50 €
Zusatzpauschale NFDM/eMP je angefangene 625 Betriebsstättenfälle gemäß Anlage 1 Absatz 4
(berechnungsfähig vom 01.10.2019 bis 30.09.2020)
60,00 €
Pauschale je stationärem Kartenterminal je angefangene 625 Betriebsstättenfällebis 30.9.2020 - 535,00 €
ab 01.10.2020 - 595,00 €
Anlage 8 (eArztbrief, KOM-LE/KIM)
KOM-LE/eArztbrief-Einrichtungspauschale, einmalig je Vertragsarztpraxis100,00 €
KOM-LE-Betriebskostenpauschale je Vertragsarztpraxis, quartalsweise23,40 €
eArztbrief-Versandpauschale/Empfangspauschale, quartalsweise maximal 23,40 €
Anlage 10 (ePA, eRezept)
Update ePA-Konnektor, einmalig je Vertragsarztpraxis400,00 €
PVS-Anpassung ePA150,00 €
Zuschlag ePA je Vertragsarztpraxis, quartalsweise4,50 €
PVS-Anpassung eRezept120,00 €
Zuschlag eRezept je Vertragsarztpraxis, quartalsweise1,00 €

Eckpunkte der Finanzierungsvereinbarung bei der KBV.

Neue Anwendungen in der TI

Im Jahr 2021 und 2022 stehen laut Patientendatenschutzgesetz (nach § 341 SGB V) etliche gesetzliche Fristen zur Digitalisierung des Gesundheitswesens an. Auch die ersten Vorgaben zur Richtlinie zur IT-Sicherheit (nach § 75b SGB V) erfordert eine Umsetzung bis zum 31. März 2021. Der Zeitplan ist sehr eng gestrickt und bedarf einer erhöhten Aufmerksamkeit gegenüber der Umsetzung und Fristen um drohenden Sanktionen aus dem Weg zu gehen.

Folgende Vorgaben/Anwendungen sollen 2021/2022 eingeführt werden:

Im Folgenden eine grafische Übersicht zum Zeitplan im Jahr 2021 und 2022.

Anwendungen in der TI

Eine Auflistung der bereits vorhanden Anwendungen in der Telematikinfrastruktur. Diese Anwendung werden von der Gematik spezifiziert und erarbeitet.

E-Health-Konnektor: Firmwareupgrade PTV-3

Mit der Zulassung der KoCoBox MED+ als E-Health-Konnektor (vorher war es der TI-Konnektor) gibt es ein Firmwareupgrade mit der Version 2.3.24. Die CompuGroup Medical (cgm) geht davon aus, dass jeder Kunde den E-Health-Konnektor braucht. Abgesehen davon erlischt die Zulassung der gematik für den alten TI-Konnektor mit der Firmwareversion 1.3.10 zum 30.09.2020. Deshalb hat die cgm allen Kunden die Rechnung von 516,64 € einmalig / 1,46 € mtl. für ein "Firmwareupgrade KoCoBox" gestellt ohne Bestellung. Bitte senden Sie uns diese Rechnungsunterlagen nicht zu.

Herunterladen und installieren sollen Sie das Firmwareupgrade in Eigenregie. Es nicht vorgesehen, dass ein Dienstleister vor Ort (DVO) dieses Upgrade durchführt. Nach ersten Rückmeldungen sollten Sie aber dennoch darüber nachdenken, das Upgrade und die folgenden Einstellungen am Lesegerät und dem Praxisverwaltungssystem von einem Fachmann durchführen zu lassen. Leider entstehen dadurch weitere Kosten.

Ein ähnliches Vorgehen ist nach der Zulassung des secunet konnektor "eHealth" auch von den anderen Marktteilnehmern zu erwarten, so dass es bis spätestens 01.04.2022 jedes KV-Mitglied treffen wird.

Den E-Health-Konnektor braucht die Betriebsstätte, wenn Sie Notfalldatenmanagement (NFDM) bzw. den elektronischen Medikationsplan (eMP) erstellen oder die QES-Funktion für den elektronischen Arztbrief (eArztbrief) benutzen.

Die Pauschalen für NFDM/eMP decken auch in etwa die Kosten für das Firmwareupdate ab. Mit dem Firmwareupdate alleine ist Ihre Betriebsstätte jedoch noch nicht NFDM/eMP-fähig. Sie brauchen auch eine Integration in Ihr Praxisverwaltungssystem (PVS), mit der weitere Kosten (ca. 1800 Euro bei 2 LANR und Vollstausstattung eMP/BMP) entstehen. Alternativ stellt die cgm allen Kunden ein kostenfreies Programm zur Verfügung  mit dem Sie einen Notfalldatensatz erstellen und auf die elektronische Gesundheitskarte schreiben können. Um den Notfalldatensatz schließlich elektronisch zu unterschreiben, benötigen Sie den elektronischen Heilberufeausweis (eHBA).

Leider erfolgt der Nachweis gegenüber Ihrer KVT nicht wie beim Versichertenstammdatendienst (VSDM) automatisch über die normale Quartalsabrechnung. Beim NFDM/eMP müssen Sie explizit die Eigenerklärungen unter https://kvtop.kvt.kv-safenet.de/k3/tiforms abgeben. Wenn alles geklappt hat, erhalten Sie sechs Wochen nach Beginn des Folgequartals nach Ihrer Eigenerklärung postalisch die Aufschlüsselung zur Berechnung der Pauschalen und einen Geldeingang.

ePA-Konnektor: Firmwareupgrade PTV-4

Der Zeitplan für die elektronische Patientenakte (ePA) ist sehr eng gesteckt. Denn für die ePA ist der momentan gebräuchliche e-Health-Konnektor nicht ausreichend. Ein weiteres Software-Update auf den sogenannten ePA-Konnektor (PTV-4) ist erforderlich. Bis zum 30. Juni 2021 müssen laut Patientendatenschutzgesetz (PDSG, § 341 SGB V) alle Ärzte und Psychotherapeuten die notwendige Ausstattung vorhalten, um Daten über die Telematikinfrastruktur in die ePA zu übertragen oder auszulesen. Neben dem ePA-Konnektor und einem elektronischen Heilberufsausweis der zweiten Generation benötigen Praxen ein ePA-Modul für ihr Praxisverwaltungssystem. Sollten Ärzte und Psychotherapeuten bis zum 30. Juni 2021 nicht startklar sein drohen Sanktionen in Form von einem Prozent Honnorarabzug. Informationen zur Finanzierung finden Sie unter dem Absatz Finanzierung.

Hinweis der KBV:
Wenn o.g. notwendige Komponenten vor dem 1. Juli 2021 verbindlich bei einem oder mehreren Anbietern bestellt wurden, kann für ein Quartal von der Sanktionierung abgesehen werden.
 

Weitere Informationen zur ePA:

Weitere Informationen

Die KBV hat eine aktuelle Serie zur Telematikinfrastruktur in den Praxisnachrichten. Auf den Seiten der KBV finden Sie weiterführende Informationen zur Telematikinfrastruktur.

Den Gesetzestext bzw. die gesetzliche Grundlage zur elektronischen Gesundheitskarte (eGK) und zur Telematikinfrastruktur finden Sie hier (SGB V, §291a).

Aktuelle Informationen zur TI-Finanzierungsvereinbarung finden Sie hier (KBV).

Häufig gestellte Fragen

Wie ist der Ablauf für die Einrichtung der Telematikinfrastruktur?

Ihr erster Ansprechpartner für die Einrichtung der Telematik-Infrastruktur sollte der Anbieter Ihrer Praxis-Verwaltungs-Software sein. Er wird Ihnen Auskunft darüber geben, wann und mit welchen Partnern er die Telematik Infrastruktur in Ihrer Praxis einrichten kann.

Wie hoch ist die "Förderung" durch die KV?

Es handelt sich nicht um eine Förderung, sondern um eine pauschale Vergütung. Diese hängt vom Zeitpunkt der nachgewiesenen Inbetriebnahme und der Zusammensetzung der Betriebsstätte ab. Genauere Informationen finden Sie auf den Seiten der KBV.

Was muss ich tun, um die Vergütungen von der KV zu erhalten?

Grundlage für die Berechnung ist der erste erfolgreiche Abgleich des Versichertenstammdatenmanagements. Dieser Abgleich wird von Ihrer Praxis-Verwaltungs-Software gespeichert und mit der nächsten Abrechnung an uns übertragen. Wir berechnen dann anhand dieser Daten und den Informationen aus dem Arztregister die auszuzahlende Pauschale. Die Auszahlung der einmaligen Pauschalen erfolgt ca. sechs Wochen nach Quartalswechsel in einer Sonderzahlung. Die Auszahlung der wiederkehrenden Pauschalen erfolgt zur jeweiligen Quartalsabrechnung.

Bei den neuen Diensten der TI wie z.B. Notfalldatenmanagement (NFDM) oder dem elektronischer Medikationsplan (eMP) wird der Nachweis über eine Eigenerklärungen geführt. Diese Eigenerklärungen geben Sie bequem unter https://kvtop.kvt.kv-safenet.de/tiforms/ ab.

Wie verhält es sich mit der zugesicherten Kostenneutralität für die Ärzte?

Ziel der Verhandlungen der KBV war es immer, dass unsere Mitglieder nicht auf den Kosten für die Einführung der Telematik Infrastruktur sitzen bleiben. Weder im E-Health-Gesetz noch in den Anlagen zur Telematik-Infrastruktur konnte eine komplette Kostenneutralität zugesichert werden. Die Kosten werden im Regelfall durch die verhandelten Pauschalen abgedeckt.

Brauche ich weiterhin KV-Safenet, wenn ich die Telematikinfrastruktur habe?

Während einer Übergangszeit von einem Jahr sind alle Anwendungen des sicheren Netzes der KVen (SNK, KV-SafeNet) auch über die Telematikinfrastruktur erreichbar. Das Mitgliederportal KVTOP Ihrer Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen wird auch danach über die Telematikinfrastruktur erreichbar sein. Ob andere SNK-Systeme (z. B. ARMIN, PAD-Transfer, etc.) in Zukunft auch über die Telematikinfrastruktur erreichbar bleiben, ist derzeit noch nicht absehbar.