kvt Kassenärztliche
Vereinigung Thüringen

Verdachtshinweise auf den Missbrauch von Arzneimitteln und Krankenversicherungskarten

Verdachtsfälle können Sie an die Rechtsabteilung der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen unter der
03643 559-141 oder per E-Mail an rechtsabteilungnoSpam@kvt.de melden.

Bitte beachten Sie in jedem Fall, dass eine notwendige medizinische Versorgung nicht versagt werden darf!

05/2022 Ein 29-jähriger Mann, versichert bei der AOK plus und wohnhaft in Gotha, fordert im Raum Gotha sowie Waltershausen und Tambach Verordnungen für Salbutamol und Foster Spray 200/6 µg.
05/2022 

Eine 31-jährige Patientin, versichert bei der AOK, fordert im Eichsfeldkreis Verordnungen für Tilidin 100/8mg ret  oder 50/4 mg ret. jeweils 1-0-1 p.o. sowie möglicherweise Pregabalin 25mg 1-0-1 wegen Schmerzen in der linken Hand.

03/2022 Eine Barmer-Versicherte (Jahrgang 1981) fordert im Raum Schleiz die Verordnung von Oxycocon mit der Dosierung 4 x tgl. 40 mg!  Als Diagnose gibt sie Epilepsie an.

02/2022

 

Eine 31-jährige Frau, versichert bei der AOK PLUS und wohnhaft in Arnstadt, verlangte bei verschiedenen Arztpraxen in Arnstadt Tramadol. Als Grund für den Besuch in der Praxis gibt sie an, ihr Hausarzt sei im Urlaub oder sie suche derzeit nach einem Hausarzt, da sie bisher in der Gegend keinen habe.

12/2021

 Ein 32-jähriger Mann, versichert bei der AOK Rheinland und wohnhaft in Düsseldorf, verlangte bei einer Arztpraxis in Greiz als Notfallpatient Pregabalin und begründete dies mit einem derzeitigen Besuch bei seiner Schwester. Er legte eine veraltete AU-Bescheinigung aus dem Jahr 2019 vor und zeigte Anzeichen von Entzugserscheinigungen.
10/2021 Ein 38-jähriger Mann (versichert bei der vivida BKK) wohnhaft in Erfurt, hat bei einer Arztpraxis in Erfurt die Verordnung von Fentanyl-Pflastern (12 µg/h) sowie Diazepam mit dem Hinweis verlangt, er wohne eigentlich in Gotha, könne aber seinen Hausarzt dort vor dem Wochenende nicht mehr rechtzeitig erreichen. Der Mann war bereits in anderen Praxen im Raum Erfurt auffällig geworden.
09/2021 Ein 55-jähriger Mann (versichert bei der BARMER), zuletzt wohnhaft in Erfurt, hat bei einer Arztpraxis in Arnstadt unter Verweis auf einen Bandscheibenvorfall die Verordnung von Fentanyl-100-Pflastern verlangt. Nach Rücksprache mit der Hausarztpraxis des Mannes in Gotha wurden diese Tage zuvor bereits im maximalen Umfang verordnet. Der Mann wandte sich wiederholt in zahlreichen Städten (u. a. Halle und Leipzig) und im Erfrurter Raum an verschiedene Arztpraxen.
08/2021 Eine 41jährige Patientin, versichert bei der AOK PLUS, fordert Fentanyl-Pflaster 75 µg im Bereich der Landkreise Gotha und Langensalza.
08/2021 Ein 29-jähriger AOK-Versicherter, wohnhaft in Lauscha, begehrt in 14tägigen Abstand die Verordnung von jeweils zwei Packungen Medikinet. Er gibt verschiedene Gründe an, wie z. B. die Einnahme ginge von einem Psychologen in Haßfurt aus, er sei länger auf Montage oder er habe die Medikamente bei seiner Mutter vergessen.
06/2021 Ein Versicherter der IKK classic (geb. 1981) fordert in Erfurt von verschiedenen Hausarztpraxen unter Angabe eines Bandscheibenvorfalls Betäubungsmittelrezepte, zuletzt Fentanyl 100 mg Pflaster und Tavor Tabs 2,0 mg. Er gibt an, dass seine Hausärztin im Urlaub sei und legt einen - mutmaßlich gefälschten - Medikationsplan vor.
06/2021 Ein bei der AOK versicherter Patient, wohnhaft in Steinbach-Hallenberg verlangte in einer Praxis in Zella-Mehlis unter widersprüchlichen Aussagen nach Drogen oder Opiaten. Auf eine mögliche Drogenabhängigkeit angesprochen, verließ er fluchtartig die Praxis.
05/2021 Ein 1980 geborener Versicherter der AOK PLUS aus Artern hat in auffälliger Weise die Verordnung von Oxycodon in einer Arztpraxis im Raum Nordhausen gefordert.
05/2021 Ein 19-Jähriger, nach eigenen Angaben lybischer Staatsangehöriger, ohne Deutsch-Kenntnisse, wohnhaft in einer Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in Arnstadt, verlangte – im Beisein eines deutsch sprechenden Begleiters – im Bereitschaftsdienst (Sitzdienst) in Arnstadt am 13.05.2021 unter Angaben einer Angststörung sowie einer  Polyneuropathie die Verordnung von 300 mg Lyrica. Es besteht der Verdacht des Medikamentenmissbrauchs bzw. einer Drogenintoxikation.
05/2021 Eine Frau (geb. 1991, versichert bei der BKK VBU) aus Bad Lobenstein verlangte die Verordnung von Palladon injekt 100 mg (5 x 10 Ampullen)  sowie von Hydromorphon. Die Versicherte ist mittlerweile durch die fraglichen Verordnungen in verschiedenen Apotheken in den Landkreisen Saale-Orla, Saale-Holzland und Jena auffällig geworden.
ACHTUNG! Dies ist bereits der 3. uns gemeldete Fall dieser Patientin im Zusammenhang mit der Forderung einer Betäubungsmittel-Verordnung (siehe 11/2020 und 12/2020).
05/2021 Zwei Frauen (A. U. und B. F. beide Jahrgang 1979) aus Ohrdruf haben mit gestohlenen oder gefälschten Privatrezepten versucht in der Apotheke Tramadol und Diazepam zu bekommen.
01/2021 Ein 49-jähriger Mann aus Weißenburg/Bayern, versichert bei der AOK Bayern, verlangt in Suhl seit Dezember 2020  wöchentlich in auffälliger Weise die Herausgabe von Morphin Retard Tabletten (100 mg) sowie von Lyrica. Zur Ausstellung der Verordnung wendet er sich bisher immer an verschiedene Arztpraxen.  Es besteht der Verdacht des Medikamentenmissbrauchs.
12/2020 Eine 1989 geborene Versicherte der IKK classic aus Gera hat in auffälliger Weise innerhalb kurzer Zeit bei verschiedenen Ärzten die Verordnung von Pregabalin gefordert.
12/2020 Eine Frau (geb. 1991, versichert bei der BKK VBU) aus Bad Lobenstein hat in Südthüringen in auffälliger Wiese um die Verordnung von Hydromorphon Ampullen gebeten. Es ist nicht auszuschließen, dass die Versicherte versucht in verschiedenen Praxen an entsprechende Verordnungen zu gelangen.
11/2020 Eine 43-jährige Patientin aus Erfurt, versichert bei der AOK PLUS, verlangte eine vorzeitige Nachverordnung von Mirtazapin (30 mg), Lorazepam  (1,0 mg) sowie Zolpidem (10mg). Nachdem der Arzt dies ablehnte, ist nicht auszuschließen, dass sie auch in anderen Praxen versucht, an entsprechende Verordnungen zu gelangen.
11/2020 Eine 29-jährige Patientin, versichert bei der BKK VBU, verlangte in auffälliger Weise bei einer Arztpraxis im Raum Saalfeld die Verordnung von Morphin. 
11/2020 Ein 36-jähriger Patient, versichert bei der Barmer, suchte eine Praxis in Erfurt auf, in der er angab er habe von seinem Neurologen Verordnungen von Tavor, Librium Tabs und Mono Demetrin erhalten. Tatsächlich ist jedoch der benannte Neurologe seit nahezu anderthalb Jahren nicht mehr tätig. Der Versicherte suchte mit dieser Begründung bereits mehrfach Ärzte die vertretungsweise für einen urlaubsabwesenden Kollegen tätig sind sowie den KV-Notdienst auf.
11/2020 Eine 30-jährige Patientin verlangt Fentanyl-Pflaster 75µg/h. Die Versicherte gab in einer Praxis in Erfurt einen Skiunfall an, wobei die Einstellung in der Schmerzklinik Bad Wildungen erfolgt sei.
11/2020 Bei einer 47-jährigen Frau aus Gotha, versichert bei der AOK PLUS, besteht der Verdacht des Missbrauchs von Tramadol-Tropfen. Die Versicherte gab in einer Praxis im Unstrut-Hainich-Kreis an, die behandelnde Hausärztin sei im Urlaub. Tatsächlich ist die Frau nicht Patientin in der von ihr angegebenen Hausarztpraxis.
10/2020 In Erfurt hat ein 54-jähriger Mann (geb. 1966, versichert bei der BARMER) versucht an eine Verordnung für Fentanyl-100-Pflaster zu gelangen. Er legte einen vermutlich gefälschten Medikationsplan vor und gab an, dass sich seine behandelnde Ärztin im Urlaub befinde und er die Medikamente nach einer Wirbelsäulenoperation dringend benötige. Die Nachfrage bei der ärztlichen Kollegin ergab, dass der Versicherte in der angegeben Praxis nicht in Behandlung ist und ein Mediaktionsplan nicht ausgestellt wurde. Es besteht daher der Verdacht des Medikamentenmissbrauches.
10/2020 Eine Frau (geb. 1989, Krankenversicherung unbekannt) hat im Bereich Erfurt versucht, an eine Verordnung für Fentanyl-100-Pflaster zu gelangen. Sie gab an, dass ihre Hausärztin derzeit im Urlaub sei und legte ein Foto einer angeblich älteren Verordnung ihrer Hausärztin vor. Es ist davon auszugehen, dass das Foto bzw. die Verordnung gefälscht ist.