kvt Kassenärztliche
Vereinigung Thüringen

zurück zur Übersicht

Organisierte Krebsfrüherkennungsprogramme zu Darmkrebs und Gebärmutterhalskrebs

In der Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (Richtlinie für organisierte Krebsfrüherkennungsprogramme - oKFE-RL) wird die Durchführung von organisierten Krebsfrüherkennungsprogramme bestimmt. Wesentlich ist das regelmäßige Einladungswesen der Versicherten durch die Krankenkassen. Zur Programmbeurteilung bzw. -evaluation werden pseudonymisierte elektronische Dokumentationen der Ärzte, der Krankenkassen und der Krebsregister einbezogen.

Die Dokumentation der Untersuchungen zur Programmbeurteilung für die organisierten Krebsfrüherkennungsprogramme (oKFE) startete am 1. Oktober 2020 und ist verpflichtend.

Fristen der elekronischen Datenübermittlung:

der Bewertungsaussuss (BA) hat eine befristete Sonderregelung bezüglich der elektronischen Übermittlung der Dokumentationsdaten gemäß der Richtlinie für organisierte Krebsfrüherkennungsprogramme (oKFE-RL) beschlossen. Die Sonderregelung galt befristet vom 1. Oktober 2020 bis 31. Dezember 2021.

Ausführliche Informationen finden Sie hier.

Bitte übertragen Sie die Daten für die oKFE regelmäßig quartalsweise, möglichst mit der Abrechnung. Nur wenn Sie noch technische Umsetzungsprobleme bei der Erfassung und Übertragung haben, ist der späteste Übertragungstermin der 28.02.2022 für das Jahr 2021.

Übermittlungsfristen:

1. Quartal    15. Mai
2. Quartal    15. August
3. Quartal    15. November
4. Quartal    28. Februar des Folgejahres

Datenannahmestelle ist die KV Thüringen.

Die Annahme der Dokumentationen erfolgt über unser Mitgliederportal KVTOP unter der Anwendung Abrechnungübermittlung. Sie benötigen einen KV-SafeNet- oder Telematikinfrastruktur-Anschluss, um das Mitgliederportal erreichen zu können. Dateien, welche im Rahmen der oKFE-RL übermittelt werden können, sind dort aufgeführt.

Welche Daten im Einzelnen dokumentiert werden müssen ist in Anlage III (Darmkrebsfrüherkennung) bzw. Anlage VII (Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung) „Aufstellung der Programmbeurteilung zu dokumentierender Daten“ zur Richtlinie für organisierte Krebsfrüherkennungsprogramme – oKFE-RL auf der Internetseite des G-BA unter www.g-ba.de/Richtlinien/104 aufgeführt.

Die Daten werden automatisch beim Export durch das Praxisverwaltungssystem verschlüsselt. Die Datenannahmestelle anonymisiert die einrichtungsbezogenen Daten und leitet diese an die Vertrauensstelle weiter. Nach Pseudonymisierung der Versichertendaten durch die Vertrauensstelle erfolgt die Weiterleitung der Daten an die Auswertungsstelle. Nach Zusammenführung aller Daten in der Auswertungsstelle werden die Ergebnisse an den G-BA geleitet, welcher die Ergebnisse der Beurteilung der Krebsfrüherkennungsprogramme alle zwei Jahre veröffentlicht.

Weitere Informationen zu den organisierten Krebsfrüherkennungsprogrammen Zervixkarzinom und Darmkrebs finden Sie auf der Homepage der KBV unter https://www.kbv.de/html/qualitaetssicherung.php.

Wer muss wann dokumentieren?

Früherkennung Zervixkarzinom:

  • Gynäkologen bei Abrechnung von GOP 01761 oder GOP 01764: den Datensatz Primärscreening/Abklärungsuntersuchung

  • Gynäkologen mit Genehmigung zur Durchführung von Kolposkopien bei Abrechnung von GOP 01765: den Datensatz Abklärungskolposkopie

  • Ärzte bei Abrechnung GOP 01763 oder GOP 01767 den Datensatz HPV-Test

  • Ärzte mit Genehmigung zur Durchführung Zytologische Untersuchung bei Abrechnung der GOP 01762 oder GOP 01766: den Datensatz Zytologie

Früherkennung Darmkrebs:

  • Ärzte mit Genehmigung zur Durchführung Koloskopie bei Abrechnung der GOP 01741 oder der GOP 13421 (Abklärungskoloskopie nach positiven iFOBT): den Datensatz Koloskopie

  • Ärzte, welche die GOP 01738 abrechnen: den Datensatz i-FOB-Test

KBV - PraxisInfos

Zum 1. Oktober startet die elektronische Dokumentation für die organisierten Früherkennungsprogramme Gebärmutterhalskrebs und Darmkrebs