kvt Kassenärztliche
Vereinigung Thüringen

Verdachtshinweise auf den Missbrauch von Arzneimitteln und Krankenversicherungskarten

Verdachtsfälle können Sie an die Rechtsabteilung der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen unter der 03643 - 559 141 oder per Email an rechtsabteilungnoSpam@kvt.de melden.

Bitte beachten Sie in jedem Fall, dass eine notwendige medizinische Versorgung nicht versagt werden darf!

12/2019Bei einer 54-jährigen Patientin, versichert bei der AOK PLUS, besteht der Verdacht des Missbrauches von Schlafmitteln. Sie versuchte bei verschiedenen Ärzten in der Region Kahla unter Angabe von Schlafstörungen an eine Verordnung für Zolpidem 10 mg (20St) zu gelangen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Versicherte auch im Raum Jena versuchen wird, an eine entsprechende Verordnung zu gelangen.
11/2019Bei einem 1979 geborenen Versicherten der Schwenninger BKK besteht der Verdacht des Quetiapin-Missbrauches. Er verlangte wiederholt im Notdienst in Gotha die Verordnung von Quetiapin 50 mg. Es handelt sich dabei um ein Antipsychotikum mit Abhängigkeitspotential.
11/2019Eine 1947 geborene Versicherte der AOK PLUS verlangte in auffälliger Weise bei mehreren Ärzten (zwei ansässig in Zella-Mehlis, einer in Suhl) die Verordnung von Talvosilen forte 1000 mg / 60 mg Zäpfchen.
10/2019Bei einem 1989 geborenen Patienten aus Weida (Landkreis Greiz) besteht der Verdacht des Pregabalin-Missbrauchs. Der Versicherte der DAK suchte mehrfach innerhalb kurzer Zeit eine Praxis in Weida auf, um an mehrere Verordnungen zu gelangen. Dabei gab er an, dass das zuvor verordnete Medikament abhanden gekommen sei, er dieses jedoch aufgrund einer Neuropathie erneut benötige.
09/2019Ein 34-jähriger Patient aus Bad Liebenstein (Wartburgkreis), versichert bei der IKK ckassic, versucht bei verschiedenen Ärzten in der Region unter Angabe chronischer Rückenschmerzen an diverse Verordnungen für Nitrazepam, Oxycodon, Hydromorphon und Zolpidem zu gelangen. 
08/2019Bei einem 37-jährigen Patienten aus Erfurt OT Stotternheim besteht der dringende Verdacht des Fentanyl-Missbrauchs. Der Versicherte der Schwenninger BKK gibt an, der behandelnde Hausarzt sei im Urlaub und er leide an starken Schmerzen. Um an die entsprechenden Verordnungen zu gelangen, legt er einen gefälschten Medikationsplan vor.

Aktualisierung 09/2019

ACHTUNG! Der Versicherte versucht weiterhin im Raum Erfurt über verschiedene Arztpraxen an Verordnungen zu gelangen. Er sucht insbesondere Ärzte auf, die vertretungsweise für einen urlaubsabwesenden Kollegen tätig sind und fordert Rezepte für Fentanyl unter Vorlage eines gefälschten Medikationsplanes des vertretenen Arztes. Es wird um erhöhte Aufmerksamkeit gebeten!

08/2019Bei einer 28-jährigen Patientin aus Arnstadt (Ilmkreis) besteht der dringende Verdacht des Tramadol-Missbrauchs. Die Versicherte der BARMER gibt an, der behandelnde Hausarzt sei im Urlaub. Sie leide aber an derart starken Schmerzen im Zusammenhang mit einem Bandscheibenvorfall, so dass sie das Medikament (Tramal) umgehend benötige.
08/2019Ein 22-jähriger Patient aus Floh-Seligenthal (Landkreis Schmalkalden-Meiningen) versucht vermutlich aufgrund einer Polytoxikomanie bei verschiedenen Ärzten in Südthüringen Rezepte u. a. für Diazepam, Lenormin, Zolpidem, Deneurin, Rohypnol, Tivotril und Canabisöl zu bekommen. Der Versicherte der AOK Plus gibt an, der behandelnde Hausarzt sei im Urlaub und er benötigte die Medikamente, da er für drei Wochen in den Urlaub fahre. Überweisungen zum Psychiater und Einweisungen zur Entgiftung lehnt er ab.
07/2019Eine 41-jährige Versicherte der AOK Plus, wohnhaft in Bad Langensalza, wendet sich unter dem Vorwand an einem Bandscheibenvorfall zu leiden vertretungsweise regelmäßig an eine Hausarztpraxis in Vacha und bittet um eine Verordnung von Tramadol. Bislang wurde ihr die Packungsgröße N 2 verordnet. Das Verordnungsbegehren erfolgte binnen 1 Woche.
06/2019Ein 48-jähriger Patient aus Pößneck (Saale-Orla Kreis) lässt sich von unterschiedlichen Ärzten aus der Region Fentanylpflaster verordnen. Bei dem Versicherten der AOK Plus ist eine bestehende Suchtproblematik bekannt.
05/2019Bei einer 36-jährigen Patientin aus Kölleda (Landkreis Sömmerda) besteht der dringende Verdacht des Tilidin-Missbrauchs. Die Versicherte der AOK Plus gibt an, sie leide am Restless-Legs-Syndrom und sie benötige dringend eine Verordnung für eine große Packung, welche sie in einer Apotheke in Kölleda bereits bestellt habe. Sie habe die Praxis aufgesucht, weil sich ihre Hausärztin im Urlaub befände. Tatsächlich war weder bei der benannten Apotheke eine Bestellung aufgegeben worden noch die benannte Ärztin die behandelnde Hausärztin der Patientin.

ACHTUNG! Die Versicherte versucht weiterhin über verschiedene Arztpraxen an Verordnungen zu gelangen, zuletzt in Roßleben (Kyffhäuserkreis). Sie fordert Rezepte über Tilidin, Tavor oder auch Fentanyl. Eine bestehende Suchtproblematik bei der Patientin ist bekannt. Es wird um erhöhte Aufmerksamkeit gebeten!

04/2019Ein 35-jähriger Versicherter der BoschBKK aus Isserstedt, lässt sich unter Vorspiegelung eines falschen Wohnsitzes unter Hinweis auf einen Bandscheibenvorfall Fentanylpflaster Fentanyl 100µg für 3 Monate (60Stück) verordnen.
09/2018Ein 48-jähriger Patient aus Mühlhausen lässt sich von verschiedenen (Vertretungs-)Ärzten Oxycodon- und Targin-Tabletten verordnen. Der Patient gibt dabei jeweils verschiedene Hausärzte an.
09/2018Bei einem 34-jährigen Patienten aus Brüheim (Landkreis Gotha) besteht der dringende Verdacht des Arzneimittelmissbrauchs von Fentanyl-100-Pfl astern. Der Versicherte der AOK PLUS gibt an, an einem chronischen Bandscheibenvorfall zu leiden, welcher noch nicht operiert wurde, aber eine Einstellung auf Fentanyl-100-Pflaster erfolgt sei. Er verlangt die Verordnung 10 solcher Pflaster.
09/2018Bei einem 50-jährigen Patienten aus Bad Langensalza besteht der dringende Verdacht des Arzneimittelmissbrauchs von Tramadol. Der Versicherte der AOK PLUS leidet unter diagnostiziertem Medikamentenmissbrauch. In kurzen zeitlichen Abständen lässt er sich von verschiedenen Ärzten, auch im Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst, Tramadol-200-mg-Tabletten oder eine entsprechende Dosierpumpe verordnen. Im Übrigen ist bekannt, dass der Patient handschriftlich zu seinen Gunsten Rezepte fälscht.
08/2018Ein 51-jähriger Patient aus Kahla verlangte bei einer Ärztin eine 14-tägige Verordnung einer großen Packung Tilidin. Nachdem die Ärztin die Verordnung ablehnte, steht zu befürchten, dass der Patient andere Ärzte aufsuchen wird, um die Tilidin-Verordnungen zu erhalten.