kvt Kassenärztliche
Vereinigung Thüringen

Coronavirus (SARS-CoV-2) - Informationen zur aktuellen Lage in Thüringen

Aktuelle Informationen für Ärzte und Psychotherapeuten in der ambulanten Versorgung finden Sie auf dieser Themenseite.

Was ist neu?

  1. Abrechnungshinweise im Rahmen der Corona-Pandemie - gültig ab 01.10.2020

  2. Regelung zur Videosprechstunde und weitere Sonderregelungen wurden bis Jahresende verlängert. Darauf haben sich Kassenärztliche Bundesvereinigung und Kassen verständigt. Mehr dazu ...
    -- Kurzüberblick zu den Sonderregelungen der KBV (24.09.)

  3. Anleitung zur Meldung von Testungen von Reiserückkehrern und Bildungspersonal im Mitgliederportal KVTOP (24.09.)

  4. KBV-Informationen zur Videosprechstunde für die telemedizinisch gestützte Betreuung von Patienten und eine aktuelle Übersicht der zertifizierte Videodienstanbieter (18.09.)

  5. Aktualisierte  "Übersicht über die COVID-19-Test-Konstellationen" (16.09.)

  6. Corona-Test für Reiserückkehrer:Mit dem 15.09. endet die Regelung, nach der Reiserückkehrer bzw. Einreisende  nach Deutschland  aus   Nicht-Risikogebieten Anspruch auf einen kostenfreien Test auf eine Infektion mit dem Corona-Virus haben. D. h.: Ab 16.09. müssen diese   Personen,  wenn sie  einen Corona-Test wünschen, selbst für die Kosten aufkommen. Werden Tests für solche Personen von Dritten   verlangt   (Arbeitgeber,  andere Einrichtungen, ...), muss die Person mit dem Dritten klären, wer die Kosten übernimmt. Die Regelungen   für   Einreisende aus  Risikogebieten bleiben  vorerst unverändert.

  7. Da Tests auf eine Infektion mit dem Corona-Virus inzwischen wieder stärker in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses gerückt sind, möchten wir Sie an eine Reihe von Informationsmaterialien erinnern, die wir auf dieser Sonderseite für Ihre Praxen bereitstellen: 
    -Praxisaushänge in mehreren Sprachen, z. B. "Termin - Mund-Nasen-Schutz - Abstandregelung" - rechts unter dem Stichwort "Praxisaushänge"
    -Formulare für das Praxismanagement, z. B. das aktuelle Fax-Formular "Terminanforderung einer Arztpraxis für Abstrich von Patienten - 6.0" oder "Infektionsschutzkonzept - Muster für Arztpraxen"
    rechts unter dem Stichwort "Formulare & Praxismanagement",

Verdacht einer Infektion mit SARS-CoV-2 - Was tun?

Patient meldet sich telefonisch

Wenn Ihnen ein Patient telefonisch mitteilt, dass er befürchtet, sich mit dem neuartigen Cornavirus angesteckt zu haben, erfolgt zunächst die Abfrage jeglicher mit COVID-19 vereinbarer Symptome gemäß RKI-Schema.

  • Erfüllt der Patient eines der RKI-Testkriterien, dann organisieren Sie für ihn einen Termin bei einem regionalen Abstrich-Stützpunkt. Diese Strukturen sollen Ihre Praxis entlasten. Wenn Sie für einen Patienten dort einen Termin organisieren möchten, können Sie dies telefonisch über die Ihnen bekannte Prio-Nummer des Bereitschaftsdienstes oder per Fax unter der Nummer 03643 4950-450 mit dem Fax-Formular "Terminanforderung einer Arztpraxis für Abstrich von Patienten". Patienten können Termine über die kostenfreie Rufnummer 116117 anfragen. Bitte weisen Sie Ihre Patienten darauf hin, dass sie die 116117 möglichst von einem Festnetztelefon aus anrufen möchten und dass sie mit einer Wartezeit rechnen müssen.
  • Sie suchen den Patienten zu Hause auf, um bei ihm einen Abstrich vorzunehmen und einen Labortest zu veranlassen (bitte beachten Sie dabei den Selbstschutz).
  • Sie bestellen den Patienten zu einer speziellen Sprechstunde in die Praxis und nehmen dort den Abstrich vor (bitte beachten Sie dabei den Selbstschutz und stellen Sie sicher, dass dieser Termin von der normalen Sprechstunde zeitlich und/oder räumlich getrennt ist.

Das korrekte Vorgehen ist überblicksartig auf folgendem Flussschema dargestellt.

Patient kommt ohne Anmeldung in Ihre Praxis

Diesen Fall sollten Sie möglichst vermeiden, z. B. durch einen Aushang an der Praxistür (s. Link rechts: "Praxisaushang für Ihre Patienten"). Kommt er doch vor, geben KBV und Robert Koch-Institut (RKI) dafür folgende Hinweise:

  • Der Patient wird sofort mit Mund-Nasen-Schutz versorgt und in einen separaten Bereich geführt. Das Praxispersonal hält möglichst einen Abstand von mindestens1,50 Meter und trägt Schutzausrüstung je nach Risikoabwägung. 
  • Das Personal erfragt  jegliche mit COVID-19 vereinbarer Symptome und epidemiologische Zusammenhänge gemäß den Testkriterien des RKI. Zu den Symptomen zählen neben Husten, Halsschmerzen und laufender Nase auch Geruchs- und Geschmacksstörungen, Fieber, allgemeine Schwäche, Schmerzen und Durchfall.

  • Trifft eines dieser beiden  meldepflichtigen Verdachtsfälle zu, meldet die Praxis dies dem zuständigen Gesundheitsamt. Die Meldung – inklusive Name und Kontaktdaten der betroffenen Person – muss innerhalb von 24 Stunden erfolgen.

  • Der Arzt untersucht den Patienten – besondere Schutzmaßnahmen (FFP2-Maske, Handschuhe, Schutzkittel und -brille) sind insbesondere bei Auskultation und Abstrichentnahme erforderlich.

  • Erfüllt der Patient eines der RKI-Testkriterien, veranlasst der Arzt eine labordiagnostische Abklärung auf SARS-CoV-2: Rachenabstrich, Absprache mit Labor und ggf. weitere Diagnostik beispielsweise auf Influenza. .

  • Fälle, bei denen ein klinischer Verdacht vorliegt oder eine Infektion nachgewiesen wurde, sind mit der Ziffer 88240 zu kennzeichnen. Dies ist wichtig für die Erstattung der Behandlungskosten.

Das korrekte Vorgehen ist überblicksartig auf folgendem Flussschema dargestellt.

Wenn eine Einweisung ins Krankenhaus nötig ist

Bitte informieren Sie das Krankenhaus vorab und klären Sie mögliche Transportkapazitäten:

  • Bitte kein Transport mit öffentlichen Verkehrsmitteln!

  • Ist eine Fahrt mit dem eigenem Kfz möglich?

  • Ist ein Transport mit gesondertem Infektionstransport möglich?

  • Bei vitaler Instabilität fordern Sie bitte den Rettungsdienst an!

Bitte legen Sie besonderes Augenmerk auf ressourcenschonenden Einsatz vorhandener Transportmöglichkeiten. Vordringlichstes Ziel ist die Aufrechterhaltung des Regelrettungsdienstes!

 

Identifizieren von Verdachtsfällen - Meldepflicht

Meldepflichtige Verdachtsfälle müssen Sie an das zuständige Gesundheitsamt melden.

Begründete Verdachtsfälle melden

Denken Sie unbedingt an die Meldung der Verdachts- und Infektionsfälle sowie die Ergebnisse der Abstriche (auch der negativen) an die jeweiligen Gesundheitsämter!

Ärztinnen und Ärzte sind verpflichtet, alle begründeten Verdachtsfälle im Zusammenhang mit dem Virus dem örtlichen Gesundheitsamt zu melden – und zwar innerhalb von 24 Stunde mit Namen und den Kontaktdaten der betroffenen Person.

Meldepflichtverordnung


Abrechnung

Für Labore