kvt Kassenärztliche
Vereinigung Thüringen

Coronavirus (SARS-CoV-2) - Informationen zur aktuellen Lage in Thüringen

Aktuelle Informationen für Ärzte und Psychotherapeuten in der ambulanten Versorgung finden Sie auf dieser Themenseite.

Was ist neu?

  1. Fax-Formular "Terminanforderung einer Arztpraxis für Abstrich von Patienten - 7.0" - KVT  (23.10.20)

  2. Neue Übersicht Testkonstellationen - Im Zuge der neuen Test-Verordnung vom 15.10.2020 haben wir die Übersicht der COVID-19-Test-Konstellationen aktualisiert. Die Schwerpunkte der Änderungen liegen bei den präventiven Testungen von Personen ohne Symptome. Der Personenkreis wurde außerdem erweitert und die Anwendung von Schnelltests aufgenommen. Die KBV verweist darauf, dass die erforderlichen Details zur Abrechnung noch nicht feststehen, jedoch bis zum 12. November vereinbart werden sollen. Ziel ist eine Vereinfachung der Abrechnungsvorgaben. Mehr dazu… (23.10.)

  3. Hinweis zum Grippe-Impfstoff für Patientinnen und Patienten - Wie gut ist Thüringen gerüstet? Wenn es keine Engpässe gibt, wo bleibt der Impfstoff? Wann ist mit Nachschub zu rechnen? Das fragen nicht nur Sie sich, sondern vor allem Ihre Patientinnen und Patienten. Spürbar wird dies aktuell für Sie in Ihren Praxen durch eine gesteigerte Nachfrage nach Grippeschutz-Impfungen. Wir haben auf unserer Patientenseite dazu Informationen zusammengetragen, die aufklären und von Ängsten und Panik befreien sollen. Gern können Sie dies als Handreichung für Ihre Patientinnen und Patienten nutzen. Mehr dazu… (23.10.)

  4. Vertragsärztetag vom 4. - 7. November dieses Jahr online - Der Vertragsärztetag stellt eine Möglichkeit dar, in kurzer Zeit eine Fülle von Inhalten der vertragsärztlichen Versorgung vermittelt zu bekommen. Wir bieten Ihnen diese Veranstaltung in diesem Jahr vom 4. bis 7. November online an. Im Fokus stehen die Themen DMP, Hygiene, Palliativmedizin, Verordnung und EBM. Es sind bis zu 22 Fortbildungspunkte möglich. Einen Flyer, detaillierte Programminhalte und Informationen zur Anmeldung finden Sie auf den Seiten des Tagungszentrums. Mehr dazu… (23.10.)

  5. Abrechnungshinweise im Rahmen der Corona-Pandemie - gültig ab 01.10.2020 (19.10.)

  6. AU per Telefon vom 19.10. - 31.12.2020 wieder möglich -  Befristet vom 19.10. bis 31.12.2020 können Patientinnen und Patienten, die an leichten Atemwegserkrankungen leiden, telefonisch bis zu 7 Kalendertage krankgeschrieben werden. Ärztinnen und Ärzte müssen sich dabei persönlich vom Zustand der Patientinnen und Patienten durch eine eingehende telefonische Befragung überzeugen. Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung kann telefonisch für weitere 7 Kalendertage ausgestellt werden.Für die Übersendung der AU-Bescheinigungen an die Versicherte / den Versicherten ist die mit 90 Cent bewertete Pseudo-GOP 88122 berechnungsfähig - ausführliche Informationen der KBV (19.10.)

  7. Neue Corona-TestVO - Wer genau getestet wird und wie mit Schnelltests zu verfahren ist, erfahren Sie hier. Alle anderen Informationen zur Abrechnung und Verwendung von Vordrucken werden nachgereicht, sobald sie abschließend geregelt sind (19.10.)

Verdacht einer Infektion mit SARS-CoV-2 - Was tun?

Patient meldet sich telefonisch

Wenn Ihnen ein Patient telefonisch mitteilt, dass er befürchtet, sich mit dem neuartigen Cornavirus angesteckt zu haben, erfolgt zunächst die Abfrage jeglicher mit COVID-19 vereinbarer Symptome gemäß RKI-Schema.

Erfüllt der Patient eines der RKI-Testkriterien, dann bestehen drei  Möglichkeiten zum Testen:

  •  bei einem regionalen Abstrich-Stützpunkt (ASP);  telefonisch über die bekannte Prio-Nummer des Bereitschaftsdienstes; per Fax unter der Nummer 03643 4950-450 mit dem Fax-Formular "Terminanforderung einer Arztpraxis für Abstrich von Patienten" oder der Patient kann selbst über die kostenfreie Rufnummer 116117 anfragen.
  • Arzt fährt zum Patienten nach Hause, um bei ihm einen Abstrich vorzunehmen.
  • Arzt bestellt den Patienten zu einer speziellen Sprechstunde in die Praxis und nimmt dort den Abstrich vor.

Das korrekte Vorgehen ist überblicksartig auf folgendem Flussschema dargestellt.

Patient kommt ohne Anmeldung in Ihre Praxis

Diesen Fall sollten Sie möglichst vermeiden, z. B. durch einen Aushang an der Praxistür (s. Link rechts: "Praxisaushang für Ihre Patienten"). Kommt er doch vor, geben KBV und Robert Koch-Institut (RKI) dafür folgende Hinweise:

  • Der Patient wird sofort mit Mund-Nasen-Schutz versorgt und in einen separaten Bereich geführt. Das Praxispersonal hält möglichst einen Abstand von mindestens1,50 Meter und trägt Schutzausrüstung je nach Risikoabwägung. 
  • Das Personal erfragt  jegliche mit COVID-19 vereinbarer Symptome und epidemiologische Zusammenhänge gemäß den Testkriterien des RKI. Zu den Symptomen zählen neben Husten, Halsschmerzen und laufender Nase auch Geruchs- und Geschmacksstörungen, Fieber, allgemeine Schwäche, Schmerzen und Durchfall.

  • Trifft eines dieser beiden  meldepflichtigen Verdachtsfälle zu, meldet die Praxis dies dem zuständigen Gesundheitsamt. Die Meldung – inklusive Name und Kontaktdaten der betroffenen Person – muss innerhalb von 24 Stunden erfolgen.

  • Der Arzt untersucht den Patienten – besondere Schutzmaßnahmen (FFP2-Maske, Handschuhe, Schutzkittel und -brille) sind insbesondere bei Auskultation und Abstrichentnahme erforderlich.

  • Erfüllt der Patient eines der RKI-Testkriterien, veranlasst der Arzt eine labordiagnostische Abklärung auf SARS-CoV-2: Rachenabstrich, Absprache mit Labor und ggf. weitere Diagnostik beispielsweise auf Influenza. .

  • Fälle, bei denen ein klinischer Verdacht vorliegt oder eine Infektion nachgewiesen wurde, sind mit der Ziffer 88240 je Behandlungstag zu kennzeichnen. Dies ist wichtig für die Erstattung der Behandlungskosten.

Das korrekte Vorgehen ist überblicksartig auf folgendem Flussschema dargestellt.

Wenn eine Einweisung ins Krankenhaus nötig ist

Bitte informieren Sie das Krankenhaus vorab und klären Sie mögliche Transportkapazitäten:

  • Bitte kein Transport mit öffentlichen Verkehrsmitteln!

  • Ist eine Fahrt mit dem eigenem Kfz möglich?

  • Ist ein Transport mit gesondertem Infektionstransport möglich?

  • Bei vitaler Instabilität fordern Sie bitte den Rettungsdienst an!

Bitte legen Sie besonderes Augenmerk auf ressourcenschonenden Einsatz vorhandener Transportmöglichkeiten. Vordringlichstes Ziel ist die Aufrechterhaltung des Regelrettungsdienstes!

 

Identifizieren von Verdachtsfällen - Meldepflicht

Meldepflichtige Verdachtsfälle müssen Sie an das zuständige Gesundheitsamt melden.

Begründete Verdachtsfälle melden

Denken Sie unbedingt an die Meldung der Verdachts- und Infektionsfälle sowie die Ergebnisse der Abstriche (auch der negativen) an die jeweiligen Gesundheitsämter!

Ärztinnen und Ärzte sind verpflichtet, alle begründeten Verdachtsfälle im Zusammenhang mit dem Virus dem örtlichen Gesundheitsamt zu melden – und zwar innerhalb von 24 Stunde mit Namen und den Kontaktdaten der betroffenen Person.

Meldepflichtverordnung


Abrechnung

Für Labore