kvt Kassenärztliche
Vereinigung Thüringen

Informationen zum Pandemieschutzschirm 2020

Stand: 08.04.2021

Nach dem Versand der Honorarbescheide des III. Quartals 2020 am 24.02.2021 ist die Frist zur Be­antragung der Honorarausgleichszahlungen am 29.03.2021 abgelaufen.

Nach Bekanntgabe des Honorarbescheides IV/2020 können Sie für das IV. Quartal 2020 einen Antrag auf finanziellen Ausgleich aufgrund der COVID-19-Pandemie (Schutzschirm) stellen. Bitte beachten Sie, dass dieser Antrag innerhalb einer Frist von einem Monat bei der KV Thüringen eingereicht werden muss.


Stand: 19.01.2021

Nach dem Versand der Honorarbescheide des II. Quartals 2020 am 02.12.2020 ist die Frist zur Be­antragung der Honorarausgleichszahlungen am 05.01.2021 abgelaufen.

Nach Bekanntgabe des Honorarbescheides III/2020 können Sie für das III. Quartal 2020 einen Antrag auf finanziellen Ausgleich aufgrund der COVID-19-Pandemie (Schutzschirm) stellen. Bitte beachten Sie, dass dieser Antrag innerhalb einer Frist von einem Monat bei der KV Thüringen eingereicht werden muss.


Stand: 07.10.2020

Nach dem Versand der Honorarbescheide des I. Quartals 2020 am 26.08.2020 ist die Frist zur Be­antragung der Honorarausgleichszahlungen am 29.09.2020 abgelaufen.

Nach Bekanntgabe des Honorarbescheides II/2020 können Sie für das II. Quartal 2020einen Antrag auf finanziellen Ausgleich aufgrund der COVID-19-Pandemie (Schutzschirm) stellen. Bitte beachten Sie, dass dieser Antrag innerhalb einer Frist von einem Monat bei der KV Thüringen eingereicht werden muss.


Stand: 16.07.2020

Der Schutzschirm bezieht sich auf die budgetierten (MGV) und die extrabudgetären Leistungen (EGV). Die Regelungen zur MGV wurden von der Vertreterversammlung am 03.06.2020 mit der Aufnahme des § 15a in den Honorarverteilungsmaßstab (unsere Amtliche Bekanntmachung Nr. 12-2020) beschlossen. Die Umsetzung des EGV-Schutzschirms wurde gemeinsam mit den Thüringer Krankenkassen in einem Eckpunktepapier festgelegt.

Für die Umsetzung des Honorarausgleichs gelten die nachstehenden Grundsätze:

1. Grundvoraussetzung für eine Honorarausgleichsmaßnahme
Durch die Pandemie muss ein Honorarverlust von über 10 Prozent vorliegen. Zusätzlich muss der Honorarverlust auch mit einem pandemiebedingten Fall­zahlrückgang einhergehen.

2. Honorar
Für die Ermittlung des Honorarverlustes werden grundsätzlich alle EBM-Leistungen sowie die Vergütungen aus DMP-Verträgen, der Onkologie- und Sozialpsychiatrie-Vereinbarung herangezogen.
Nicht berücksichtigt werden Leistungen des Kapitels 32 und 40 EBM, Sachkos­ten­erstattungen, Vergütungen aus Selektiv- und Sonderverträgen sowie der Thüringer Impf­ver­ein­barung.

3. Fallzahl
Bei der Prüfung des Fallzahlrückganges werden wir zusätzlich prüfen, ob ein aufgetretener Honorarverlust bei gleichbleibender Fallzahl ggf. auf die zeitlich befristeten Lockerungen zur Videosprechstunde und zur telefonischen Beratung zurückzuführen ist. Bei daraus resultierenden niedrigeren Fallwerten kann ein Honorarverlust von über 10 Prozent ebenfalls ausgeglichen werden.

4. Ausgleichshöhe
Grundsätzlich erfolgt ein Ausgleich der Honorarverluste bis zu 90 Prozent des Honorars im Vorjahresquartal. Die Ausgleichszahlung ist jedoch um Entschädigungen nach dem Infektions­schutzgesetz oder anderer finanzieller Hilfen (z. B. Kurzarbeitergeld) zu kürzen.
Die Summe aus der Vergütung der vertragsärztlichen Tätigkeit einschließlich der Tätigkeit z. B. in Abstrichstütz-punkten oder Infektionssprechstunden, der gesamten Ausgleichszah­lungen sowie den Entschädigungen nach dem Infektionsschutzgesetz oder anderer finan­zieller Hilfen darf 90 Prozent des Gesamthonorars des Vorjahresquartals nicht überstei­gen.

5. Neu- und Jungpraxen sowie Änderungen beim Versorgungsumfang
Um eine Vergleichbarkeit der Abrechnungsdaten der jeweiligen Quartale insbesondere bei Neu- und Jungpraxen sowie bei Änderungen beim Versorgungsumfang zu gewährleisten, werden diese Sonderkonstellationen bei der Prüfung des Honorarverlustes berücksichtigt.

Zur Umsetzung dieser Regelungen stellen wir für die Beantragung der Ausgleichszahlung das nachfolgende Formular zur Verfügung. Sofern Sie von der Möglichkeit des Hono­rarausgleichs Gebrauch machen wollen, senden Sie dieses bitte vollständig ausgefüllt innerhalb einer Frist von 1 Monat nach Bekanntgabe des Honorarbescheides I/2020 (entspricht der Wider­spruchsfrist) an die KV Thüringen.

Bitte beachten Sie, dass sich das Formular ausschließlich auf die Beantragung von Honoraraus­gleichszahlungen im Rahmen der Corona-Pandemie bezieht. Die sogenannte „Härtefallregelung“ nach § 15 HVM, welche sich insbesondere auf Honorarrückgänge resultierend aus HVM- bzw. EBM-Änderungen bezieht, ist nach wie vor formlos, ebenfalls innerhalb einer Frist von 1 Monat nach Bekanntgabe des Honorarbescheides, zu beantragen.


Stand: 12.05.2020

Im Rundschreiben 04/2020 vom 30. April 2020 hatten wir bereits über den vom Gesetzgeber verabschiedeten „Rettungsschirm“ - gültig für das I. bis IV. Quartal 2020 - informiert. Danach können pandemiebedingte Honorarrückgänge von mindestens 10 Prozent, die mit einem Rückgang der Behandlungsfallzahlen verbunden sind, über eine Ausgleichszahlung auf bis zu 90 Prozent des Vorjahreshonorares ausgeglichen werden. Diese Ausgleichsmöglichkeit betrifft sowohl die Morbi-Gesamtvergütung (MGV) als auch die von den Krankenkassen extrabudgetär zu vergüten­den Leistungen (EGV).

Da die Prüfung eines diesbezüglichen Antrages erst nach dem Vorliegen der tatsächlichen Honorar­ansprüche erfolgen kann, bitten wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt von vorfristigen Antragstellungen Abstand zu nehmen. Bitte beachten Sie auch, dass Ende Mai der Honorar­bescheid für das IV. Quartal 2019 versendet wird und eine Ausgleichszahlung im Hinblick auf diese Honorarausgleichsmaßnahmen dort nicht in Betracht kommt.

In diesem Zusammenhang ist geplant, die Antragstellung so unbürokratisch wie möglich zu gestalten. Deshalb werden wir vor der Endabrechnung des I. Quartals 2020 ein entsprechendes Formular auf unserer Internet-Seite zur Verfügung stellen.

Da die Ausgleichsmaßnahmen auch die MGV betreffen, müssen durch die Vertreterversammlung der KV Thüringen konkrete Rege­lun­gen im Honorarverteilungsmaßstab (HVM) beschlossen werden. Darüber hinaus müssen wir mit den Landesverbänden der Krankenkassen Regelungen zum Ausgleich der EGV-Leistungen treffen.

Erst wenn alle Regelungen feststehen, können wir Sie über das konkrete Vorgehen informieren.