kvt Kassenärztliche
Vereinigung Thüringen

Übergangsregelung zur Abrechnung von Laborleistungen nach RVO

  • Labordiagnostische Leistungen, die zwischen dem 14. Mai und dem 31. Juli vom öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) oder von ihm beauftragten Dritten veranlasst wurden, können nachträglich bis zum 30. September 2020 über die KVT zulasten des Bundesamtes für Soziale Sicherung abgerechnet werden.
  • Für Testungen, die bis zum 14. August 2020 veranlasst wurden, sind die Angaben zu den besonderen Risikomerkmalen einer Weiterverbreitung und Einverständnis zur Übermittlung der Testergebnisse nicht verpflichtend zu übermitteln. Fehlende erforderliche Angaben wie PLZ des ÖGD und Art der Testung gem. RVO entsprechend den Feld-Nummern 07 und 08 der Satzart LABPCR der Vorgaben müssen dem labordiagnostischen Leistungserbringer bis zum 21. September nachgemeldet werden. Für die Übermittlung sind grundsätzlich maschinenlesbare elektronische Formate zu verwenden. Die nachzumeldenden Angaben können auch in tabellarischer Form übermittelt werden.
  • Die KVT vergütet die Leistungen von den labordiagnostischenLeistungserbringern nur dann, wenn der abrechnende Leistungserbringer gegenüber der KVT schriftlich bestätigt, keine Vergütung durch einen Dritten erhalten zu haben oder die durch den Dritten erhaltene Vergütung an diesen zurückzuzahlen. Sollte die Vergütung mit dem Dritten höher als die Vergütung nach § 9 Abs. 1 RVO sein, ist gegenüber der KVT zu bestätigen, dass Beträge in Höhe der Vergütung nach § 9 Abs. 1 RVO an den Dritten zurückgezahlt werden.
  • Mehr dazu lesen Sie in der Übergangsregelung zu den Vorgaben der KBV über die Erfüllung der Pflichten der Leistungserbringer.

Rechtsverordnung des BMG zu Testungen auf SARS-CoV-2

Vorgaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung für die Abrechnung der labordiagnostischen Leistungen, über die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen mit dem Bundesamt für Soziale Sicherung

gemäß Verordnung zum Anspruch auf bestimmte Testungen für den Nachweis des Vorliegens einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 (RVO):

  • Die Kosten für die Testung, die der ÖGD gemäß Rechtsverordnung veranlasst, werden aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds finanziert.
  • Die beauftragten Labore rechnen die von ihnen auf Grundlage der RVO durchgeführten labordiagnostischen Leistungen mit der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung ab.
  • Die Abrechnungsunterlagen werden je Kalendermonat bis spätestens zum Ende des Folgemonats an die KV Thüringen übermittelt.
  • Die KV Thüringen prüft die Einhaltung der Vorgaben der Datensatzbeschreibung gemäß der Anlage 2. Es erfolgt keine Plausibilitätsprüfung. Die Daten sind jeweils in einer logischen Datei im CSV-Format mit variabler Nutzdatenlänge zu liefern. Es wird der Zeichensatz ISO 8859-15 verwendet. Nähere Informationen hierzu finden Sie in Anlage 2. Die Datenlieferung erfolgt ausschließlich an coronaabrechnungnoSpam@kvt.de.
  • Die KV Thüringen überweist den Leistungserbringern nach Zahlungseingang durch das Bundesamt für Soziale Sicherung die Vergütung für die angeforderten Labortestungen. Die Abrechnungsunterlagen sowie alle dazugehörigen Nachweise müssen durch den Leistungserbringer und durch die KV Thüringen bis zum 31.12.2021 unverändert gespeichert/aufbewahrt werden.
  • Vor der erstmaligen Abrechnung ist ein Kontaktformular auszufüllen und dies mit einer Testdatei an coronaabrechnungnoSpam@kvt.de zu übermitteln.

Datenübermittlungen von Leistungserbringern an die KV Thüringen

Satzart:

konstant: „LABPCR“

Monat/Jahr:

JJJJMM

Labor:

neunstellig: ID → BSNR oder IK des Labors

Dateiendung

konstant: „csv“

Beispiel: LABPCR_202007_123456789.csv  

Datensatz

Ein Datensatz entspricht einem durchgeführten Test. 

01 Satzart:

konstant: „LABPCR“

02 KV:

93

03 Labor:

neunstellig: ID → BSNR oder IK des Labors

04 Monat/Jahr:

JJJJMM

05 Tag

TT

06 Nummerierung:

fortlaufend

07 PLZ ÖGD:

fünfstellig

08 Grund der Testung:

1 = § 2 RVO Kontaktperson

2 = § 2 RVO Meldung „erhöhtes Risiko“ durch Corona-Warn-App

3 = § 3 RVO Ausbruchsgeschehen

4 = § 4 RVO Verhütung der Verbreitung

5 = § 4 RVO Risikogebiet

 

09 Grund des Aufenthalts:

0 = keine Angabe

1 = betreut/untergebracht

2 = Tätigkeit in Einrichtung

09 Einrichtungs-/Unternehmensart:

0 = keine Angabe

1 = Medizinische Einrichtungen ambulant/stationär (z. B. Rettungsdienste, Rehaeinrichtungen)

2 = Gemeinschaftseinrichtungen (z. B. Kitas, Schulen)

3 = Pflege- und andere Wohneinrichtungen (z. B. Justizvollzugsanstalten, andere Massenunterkünfte

4 = sonstige Einrichtungen (z. B. Nicht medizinische Reha- und Vorsorge- einrichtungen, ambulante Dienste der Eingliederungshilfe)