kvt Kassenärztliche
Vereinigung Thüringen

+++Was ist neu?+++

► Die Coronavirus-Testvereodnung wurde bis zum 30.06.2022 verlängert.

► Bürgertestungen sind weiterhin mindestens einmal in der Woche möglich.

► Für Bürgertestungen ist die Verpflichtung der Ergebnismitteilung über die Corona-Warn-App weggefallen.

► Ab dem 1. Mai 2022 wird der Verwaltungskostensatz für die erbrachten Leistungen von 3,5 Prozent auf 2,5 Prozent gesenkt.

► Für den Nachweis einer Corona-Infektion genügt in Thüringen ein positiver Schnelltest aus einem Testzentrum. Wie es aus dem Thüringer Gesundheitsministerium heißt, ist ein PCR Test nicht notwendig, um das Ergebnis bestätigen zu lassen. Auch beim Arbeitgeber sollte ein solcher zertifizierter Test als Nachweis reichen. Besteht der Arbeitgeber dennoch auf einer entsprechenden Bescheinigung vom Gesundheitsamt, kann diese angefordert werden.

► PCR-Tests können für folgende Indikationen durchgeführt werden:

  • zur Aufnahme in Reha-, Dialyse- und Pflegeeinrichtungen, für stationäre Aufnahmen in Kliniken und für ambulante OPs (Achtung: Es muss glaubhaft versichert werden, dass die PCR-Testung von der Einrichtung verlangt wird!),
  • als Selbstzahler auf Patientenwunsch, für Reiserückkehrer:innen aus Risiko-, Hochinzidenz- und Virusvarianten-Gebieten, auf Arbeitgeberwunsch.

Informationen zur Korrekturmeldung!

► Es muss immer eine Komplettmeldung für den jeweiligen Monat abgegeben werden. Das heißt, es müssen ALLE Formulare für die Korrekturmeldung ausgefüllt und versendet werden. Die Differenzen werden automatisch durch die KV Thüringen berechnet!

WICHTIG!

► Besuchertestungen (PoC-​Schnelltest) in Pflegeheimen, Rehakliniken, Krankenhäusern etc. werden nicht von Arztpraxen, Zahnarztpraxen, Apotheken, Hilfsorganisationen und beauftragte Dritten, sondern von den  Einrichtungen im Rahmen eigener Testkonzepte selbst durchgeführt. Für Besuchertestungen kann daher kein 3G-gültiger Testnachweis ausgestellt werden!
 

► Die Übergangsfrist für die Anbindung an die CWA galt nur für Praxen, die sich vor dem 01.08.2021 für eine Anbindung an die CWA angemeldet haben. Für spätere Anmeldungen gilt, dass erst eine vollständige Anbindung erfolgt sein muss, bevor die Leistungen erbracht und abgerechnet werden können.

Das Gesundheitsministerium (BMG) hat eine neue Coronavirus-Testverordnung (TestV) gültig ab 11.02.2022 veröffentlicht.


WAS IST NEU?

  • Eine rote Meldung in der Corona-Warn-App reicht künftig nicht mehr für einen PCR-Test. Es soll ein Antigen-Schnelltest erfolgen. Ist dieser positiv, soll eine PCR-Test erfolgen.
  • Sachkosten für PoC-Schnelltests werden seit dem 1. Februar wieder mit 3,50 Euro vergütet (zuvor befristet 4,50 Euro).

Ablauf der Abrechnung gem. TestV für Nicht-KV-Mitglieder

  • Für Praxen und Einrichtungen (einschl. Gesundheitsämter) oder Unternehmen ohne vertragsärztliche Zulassung in Thüringen ist vor der Abrechnung der Leistungen und Sachkosten gem. TestV eine einmalige Registrierung  bei der KV Thüringen erforderlich
  • Danach erhalten Sie per E-Mail ein digitales Registrierungsfomular mit Anleitung.
  • Nach Prüfung durch die KV Thüringen und erfolgreicher Registrierung erhalten Sie von uns ein digitales Meldeformular zur monatlichen Verwendung.
  • Für die Abrechnung zum 15. des jeweiligen Monats, berücksichtigt die KV Thüringen alle Abrechnungseingänge, die bis zum 5. des Monats bei der KV Thüringen eingegangen sind. Alle anderen Meldungen können dann erst im Folgemonat mit dem BAS abgerechnet werden.
  • Danach übermittelt die KV Thüringen ihre Mittelanforderungen bis spätestens drei Arbeitstage vor dem jeweiligen Auszahlungstermin an das BAS.
  • Das BAS zahlt die Abrechnungsbeträge grundsätzlich am 15. eines Monats an die KV Thüringen aus. Fällt der 15. auf einen Feiertag oder auf das Wochenende, verschiebt sich der Termin auf den nächsten Wochentag.
  • Innerhalb von zwei Wochen nach Zahlungseingang bei der KV Thüringen durch das BAS, werden die Auszahlung an die Leistungserbringer vorbereitet. Die Auszahlung erfolgt somit immer am Ende des Monats.
  • Die Abrechnung kann immer drei Monate rückwirkend erfolgen.
  • Nicht-KV-Mitglieder zahlen für die Abwicklung der Abrechnung einen Verwaltungskostensatz von 3,5 Prozent an die KV (Juni 2,0 Prozent).
  • Für Testzentren des Öffentlichen Gesundheitsdienstes beträgt der Verwaltungskostensatz 1,0 Prozent
  • Bei Einrichtungen der ambulanten und stationären Pflege mit Versorgungsvertrag und bei Angeboten zur Unterstützung im Alltag, erfolgt die Abrechnung mit der Pflegekasse.

Bürgertestungen

Bürgertestungen waren bis einschließlich 10.10.2021 möglich und sind seit 13.11.2021 wieder möglich.

Antigen-Tests zur Eigenanwendung dürfen nicht im Rahmen der Bürgertestung nach § 4a zum Einsatz kommen. Der Anspruch auf Bürgertestung umfasst ausschließlich die Durchführung von PoC-Antigentests.

Der Anspruch auf Bürgertestungen besteht für:

  • Asymptomatische Personen, egal ob gesetzlich versichert oder nicht, haben Anspruch auf einen PoC-Antigen-Test.
  • im Rahmen der Verfügbarkeit einmal pro Woche und unabhängig von einem Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in der BRD
  • Die Leistungserbringer sind nicht verpflichtet die Häufigkeit der Testung zu überprüfen.

Vergütung:

  • Die Leistung (Gespräch/Abstrichentnahme/Zeugnisausstellung etc.) wird einheitlich mit 8 € vergütet.

  • Seit dem 01.07.2021 werden die Sachkosten für selbst beschaffte und eingesetzte PoC-Antigen-Tests mit einer Pauschale in Höhe von 3,50 € je Test vergütet. (01.12.2021 bis 31.01.2022 4,50€)

  • Bis zum 30.06.2021 werden bis zu 6 € Sachkosten pro PoC-Antigentest erstattet.

  • Sachkosten für PoC- Antigen-Teste düfen nur nach dem tatsächlichen Verbrauch abgerechnet werden.

Leistungserbringer können sein:

  • der Öffenltiche Gesundheitsdienst (ÖGD) und die von ihm betriebenen Testzentren
  • Arztpraxen, Zahnarztpraxen
  • die von den KVen betriebenen Testzentren
  • medizinische Labore
  • Apotheken
  • Rettungs- und Hilfsorganisationen
  • vom ÖGD als weitere Leistungserbringer beauftragte Dritte, eine Beauftragung erfolgt nur, wenn diese weiteren Anbieter
    • die ordnungsgemäße Erbringung von Testungen unter Einhaltung der infektionsschutzrechtlichen, medizinprodukterechtlichen und arbeitsschutzrechtlichen sowie weiterer von der beauftragenden Stelle festgelegten Anforderungen gewährleisten, 

    • die erforderliche Zuverlässigkeit aufweisen und

    • gegenüber der beauftragenden Stelle eine begründete Prognose zur Anzahl der durchzuführenden Testungen abgeben.

    • Eine Beauftragung erfolgt nach Prüfung dieser Voraussetzungen und nach Einzelfallentscheidung und kann aufgehoben werden, wenn die Voraussetzungen nicht mehr vorliegen. Es liegt in der Entscheidung der zuständigen Landesbehörden, in welchem Umfang nach erfolgter Beauftragung Folgekontrollen durchgeführt werden. In Betracht kommen anlassbezogene Nachprüfungen aber auch zufällige Stichproben.


Testzentren:

  • Testzentren, die vom ÖGD beauftragt wurden, können die Kosten für die Errichtung und den laufenden Betrieb nur noch für den Leistungsmonat Juni geltend machen.
  • Es können nur Kosten abgerechnet werden, die nach der Beauftragung durch die zuständigen Stellen des öffentlichen Gesundheitsdienstes als Testzentrum für die Errichtung oder den Betrieb entstanden sind.
  • Einnahmen aus verschiedenen Vergütungen im Zusammenhang mit der Tätigkeit als Testzentrum sind in der Rechnungslegung des jeweiligen Betreibers gesondert auszuweisen und mit den Gesamtkosten des Testzentrums aufzurechnen.
  • Eine Aufrechnung findet nicht statt bei Vergütungen für Leistungen von selbständig in Testzentren tätigen Leistungserbringer.
  • Ab dem Leistungsmonat Juli können nur noch vom Öffentlichen Gesundheitsdienst selbst betriebene Testzentren Kosten der Errichtung und des laufenden Betriebs geltend machen.
  • Leistungen nach § 12 Absatz 1 sind von den zuständigen Stellen des ÖGD und den von ihnen betriebenen Testzentren nicht berechnungsfähig. Diese Einrichtungen machen Kosten gemäß § 13 TestV geltend.
  • Der Grundsatz der Wirtschafltichkeit ist zu beachten.
  • Für Testzentren, die vom öffentlichen Gesundheitsdienst oder in Kooperation mit diesem betrieben werden, ist die Abrechnung von Personalkosten hinsichtlich originärer Mitarbeiter des öffentlichen Gesundheitsdienstes ausgeschlossen.

Testnachweise im Rahmen der gesetzlichen 3G-Konzepte

  • 3G-fähige Testnachweise werden vor allem durch Personen oder Einrichtungen ausgestellt, die zur Leistungserbringung nach der Coronavirus-Testverordnung berechtigt sind. Dazu zählen insbesondere Arztpraxen, Zahnarztpraxen, Apotheken, Teststellen von Rettungs- und Hilfsorganisationen, kommunal betriebene Teststellen sowie private Teststellen, die vom öffentlichen Gesundheitsdienst mit der Durchführung von Testungen beauftragt wurden.
  • Achtung: Testnachweise im Sinne der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung, die in Deutschland im Rahmen von impf-, genesenen- oder testnachweisbezogenen Schutzkonzepten (sogenannte 3G-Konzepte) verwendet werden sollen, dürfen nicht auf einer videoüberwachten Selbsttestung beruhen.
  • Besuchertestungen in Pflegeheimen, Rehakliniken etc. werden nicht von Leistungserbringern nach § 6 Absatz 1 der Coronavirus-Testverordnung, sondern von den Einrichtungen im Rahmen eigener Testkonzepte selbst durchgeführt. Für Besuchertestungen kann daher kein3G-gültiger Testnachweis ausgestellt werden!
  • Ein 3G-gültiger Testnachweis kann vom Arbeitgeber dann ausgestellt werden, wenn die zugrundeliegende Testung im Rahmen der betrieblichen Testung durch Personal erfolgt, das die dafür erforderliche Ausbildung oder Kenntnis und Erfahrung besitzt. Es gilt ein Vier-Augen-Prinzip, d.h. die Testung muss von einer dritten Person durchgeführt oder vor Ort überwacht werden. Wenn Beschäftigte sich unbeaufsichtigt selbst testen, kann für diese Testung kein 3G-gültiger Testnachweis ausgestellt werden, auch wenn die sich selbst testende Person fachkundig ist.
  • Ein EU-konformes digitales Testzertifikat kann im Rahmen dieser Testung hingegen nicht ausgestellt werden. Dies bleibt lediglich Leistungserbringern überlassen, die die oben beschriebenen „Bürgertests“ durchführen.
  • Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass die Testung am Ort der 3G-Maßnahme unter Aufsicht desjenigen stattfindet, der der jeweiligen Schutzmaßnahme unterworfen ist. Vor einem Restaurantbesuch kann beispielsweise ein Selbsttest unter Aufsicht eines Restaurantmitarbeiters durchgeführt werden und bei negativem Testergebnis das Restaurant besucht werden.
  • Zu beachten ist aber, dass ein solcher Testnachweis nur an dem Ort gilt, an dem die Testung beaufsichtigt wurde. Anders als in den anderen beiden Konstellationen darf kein Testnachweis ausgestellt werden, der für die nächsten 24 Stunden auch in anderen 3G-Kontexten verwendet werden kann.

Wer darf überwachte Antigen-Tests zur Eigenanwendung über die Testverordnung abrechnen?

Für folgende Personengruppen können überwachte Antigen-Tests zur Eigenanwendung eingesetzt werden:

  • Patienteninnen und Patienten, Betreute, Pflegebedürftige, Untergebrachte, vor allem in medizinischen Einrichtungen der stationären und ambulanten Versorgung (ohne Praxen der human-, zahnärztlichen oder sonstigen humanmedizinischen Heilberufen), in (teil)stationären Einrichtungen zur Betreuung und Unterbringung älterer, behinderter und pflegebedürftiger Menschen, von ambulanten Pflegediensten und Diensten der Eingliederungshilfe und in Tageskliniken

  • Besucherinnen und Besucher unmittelbar vor dem Betreten der Einrichtung: vor allem in medizinischen Einrichtungen der stationären und ambulanten Versorgung (ohne Praxen der human-, zahnärztlichen oder sonstigen humanmedizinischen Heilberufen) sowie in (teil)stationären Einrichtungen zur Betreuung und Unterbringung älterer, behinderter und pflegebedürftiger Menschen

Bei Personen, die in den o.g. Einrichtungen tätig sind oder tätig werden sollen können die Selbsttests auch ohne Überwachung erfolgen. In diesem Fall darf jedoch kein Zeugnis über das Vorliegen oder nicht Vorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 und kein COVID-19 Zertifikat ausgestellt werden. 

Antigen-Tests zur Eigenanwendung dürfen jedoch nicht im Rahmen der Bürgertestung nach § 4a zum Einsatz kommen. Der Anspruch auf Bürgertestung umfasst ausschließlich die Durchführung von PoC-Antigentests.

Coronavirus-Testverordnung (TestV) gültig ab 11.01.2022 - Was ist neu?

Das Gesundheitsministerium (BMG) hat eine neue Coronavirus-Testverordnung (TestV) gültig ab 11.01.2022 veröffentlicht.


WAS IST NEU?

  • Seit dem 11. Januar 2022 dürfen Leistungserbringer nach § 6 Absatz 1 Nummer 1 und 3 TestV Diagnostik des Coronavirus SARS-CoV-2 mittels eines PoC-Nat-Testsystem (PoC-PCR) für asymptomatische Personen durchführen und nach der TestV abrechnen.

  • Leistungserbringer sind: Arztpraxen, Zahnarztpraxen, Apotheken, medizinische Labore, Rettungs- und Hilfsorganisationen, KV-Testzentren und zuständige Stellen des öffentlichen Gesundheitsdienstes und die von ihnen betriebenen Testzentren

  • Beauftragte Dritte dürfen diese Leistung nach der TestV nicht durchführen und abrechnen!

  • Die Vergütung des PoC-NAT-Tests beträgt 30 Euro je Test – zuzüglich 8 Euro für den Abstrich. Die Abrechnung der PoC-NAT-Testungen erfolgt über ein separates Meldeformular, nicht als csv.Datei! (Anforderung über corona-bas@kvt.de).

  • Ein PoC-NAT-Test ist ausschließlich in den Fällen nach TestV abrechenbar, in denen ein Anspruch auf PCR-Test nach TestV besteht. 

  • Der Testende, die getestete Person und das PoC-NAT-Testsystem sind an einem Ort.
  • Keine Beauftragung mittels Muster OEGD notwendig.

Wichtig:

  • Beim Einsatz von PoC-NAT-Testsystemen sind die Anforderungen der Medizinprodukte-Betreiberverordnung (MPBetriebV) sowie die Herstellerangaben zu beachten.
  • Ein positives Testergebnisses ist an das zuständige Gesundheitsamt vzu melden.
  • Eine variantenspezifische Testung sowie Pooltestungen sind bei PoC-NAT-Testsystemen nicht möglich.
  • In kurativen Fällen, also bei symptomatischen Personen nicht abrechenbar.

PoC-NAT-Test abrechenbar

  • Bestätigungstest nach positivem Antigen-Schnelltest oder positivem Pooltest
  • nach Auftreten von Infektionen in Einrichtungen
  • Kontaktpersonen und Corona-Warn-App
  • Einreisende aus Virusvariantengebieten
  • Freitestung von Personen in häuslicher Quarantäne
  • Tests vor ambulanter OP oder Dialyse, vor Klinik- oder Reha-Aufenthalt

Kein PoC-NAT-Test abrechenbar

  • Personen mit Krankheitssymptomen
  • Bürgertest
  • präventive Tests bei Praxispersonal bzw. Beschäftigten, Betreuten und Besuchern in medizinischen Einrichtungen
  • regelmäßige, strukturierte Testungen in Kitas und Schulen
    (ohnehin nicht über die KV abrechenbar!)

Coronavirus-Testverordnung (TestV) gültig ab 13.11.2021 - Was ist neu?

Das Gesundheitsministerium (BMG) hat eine neue Coronavirus-Testverordnung (TestV) gültig ab 13.11.2021 veröffentlicht.


WAS IST NEU?

  • alle asymptomatische Personen haben Anspruch auf Testung mittels PoC-Antigen-Tests PoC-Antigentest zur patientennahen Anwendung durch Dritte. Die Testungen nach § 4a TestV können, im Rahmen der Verfügbarkeit von Testkapazitäten und unabhängig vom Impf- oder Genesenenstatus, mindestens einmal pro Woche in Anspruch genommen werden.
  • Zum Nachweis der Identität bei Bürgertestungen gemäß § 4a TestV ist die Vorlage eines amtlichen Lichtbildausweises gefordert.
  • Vom Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) als weitere Leistungserbringer beauftragte Dritte müssen einer Geheimhaltungspflicht nach § 203 des Strafgesetzbuchs oder einer vertraglich vereinbarten Geheimhaltungspflicht unterliegen.
  • Beauftragungen, die bis zum 13. November 2021 bestanden haben, gelten fort. Die Beauftragung neuer Leistungserbringer ist nur gültig, wenn diese bis zum 15. Dezember 2021 erfolgt.
  • Für alle Bürgertestungen gilt weiterhin, dass eine Vergütung nur dann gewährt wird, wenn der Leistungserbringer das Testergebnis und das Testzertifikat an die Corona-Warn-App übermitteln kann.
  • Alle Regelungen zum Anspruch sowie zur Abrechnung und Dokumentation gelten entsprechend wie vor dem 11. Oktober, als die Tests bereits kostenfrei waren. So werden je PoC-Antigen-Test 3,50 Euro für die Sachkosten erstattet. Der Abstrich (inklusive Beratung und Ausstellen eines ärztlichen Zeugnisses über das Testergebnis einschließlich COVID-19-Testzertifikat) wird mit 8 Euro vergütet. Der Anspruch gilt unabhängig von einer Krankenversicherung.

Coronavirus-Testverordnung (TestV) gültig ab 11.10.2021 - Was ist neu?

Das Gesundheitsministerium (BMG) hat eine neue Coronavirus-Testverordnung (TestV) gültig ab 11.10.2021 veröffentlicht.


WAS IST NEU?

Ab dem 11.10.2021 entfallen die Bürgertestungen. Ausschließlich folgende Personengruppen haben weiterhin nach § 4a TestV mindestens einmal wöchentlich einen Anspruch auf Testungen mittels PoC-Antigentest (ist zwingend von einer anderen Person zu entnehmen) Dies sind:

  • Personen, die zum Zeitpunkt der Testung noch keine zwölf Jahre alt sind oder erst in den letzten drei Monaten vor der Testung zwölf Jahre alt geworden sind.

  • Personen, die aufgrund einer medizinischen Kontraindikation zum Zeitpunkt der Testung nicht gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 geimpft werden können. Das gilt insbesondere bei einer Schwangerschaft im ersten Schwangerschaftsdrittel, da die Ständige Impfkommission für diesen Zeitraum bislang keine generelle Impfempfehlung ausgesprochen hat. Die kostenlose Testmöglichkeit besteht auch dann, wenn wegen einer medizinischen Kontraindikation eine Impfung in den letzten drei Monaten vor der Testung nicht möglich war.
  • Personen, die sich wegen einer nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 selbst in Absonderung begeben mussten, können sich kostenlos testen lassen, wenn die Testung zur Beendigung der Absonderung erforderlich ist.

  • Bis zum 31. Dezember 2021 können sich alle, die zum Zeitpunkt der Testung noch minderjährig sind, kostenlos testen lassen. Das Gleiche gilt auch für Schwangere. Zwar besteht für diese Personen seit August bzw. September 2021 eine generelle Impfempfehlung der ständigen Impfkommission. Um diesen Personen ausreichend Zeit zu gewähren, sich über die bestehenden Impfangebote zu informieren und einen vollständigen Impfschutz zu erlangen, haben sie bis Ende des Jahres weiterhin einen Anspruch auf kostenlose Testung.

  • Für vormals Schwangere bzw. Stillende besteht bis einschließlich zum 17. Dezember 2021 ein Anspruch auf kostenlose Testung nach § 4a Nummer 2 TestV. Die Anspruchsberechtigung kann in diesem Fall durch den Mutterpass belegt werden, aus dem die vorangegangene Schwangerschaft hervorgeht.

  • Auch Studierende aus dem Ausland, die sich für ein Studium in Deutschland aufhalten und mit in Deutschland nicht anerkannten Impfstoffen geimpft wurden, können sich bis zum 31. Dezember 2021 kostenlos per Schnelltest testen lassen.

  • Außerdem können Personen, die an klinischen Studien zur Wirksamkeit von Impfstoffen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 teilnehmen oder in den letzten drei Monaten vor der Testung an solchen Studien teilgenommen haben, sich kostenlos mittels Schnelltest testen lassen.

Zur Geltendmachung dieses Testangebotes ist der Nachweis, dass die getestete Person aus einem der oben genannten Gründe anspruchsberechtigt ist, vorzulegen;

  • im Falle einer Kontraindikation im Wege eines ärztlichen Zeugnisses im Original und einen amtlichen Lichtbildausweis vorlegen. Aus dem Zeugnis muss hervorgehen, dass eine medizinische Kontraindikation gegen eine Schutzimpfung gegen SARS-CoV-2 besteht. Außerdem muss der Name, die Anschrift und das Geburtsdatum der getesteten Person sowie die Identität der Person oder Stelle, die das ärztliche Zeugnis ausgestellt hat, enthalten sein. Die Angabe einer Diagnose ist nicht erforderlich.
  • Der Mutterpass kann als ärztliches Zeugnis zum Nachweis einer Schwangerschaft verwendet werden.
  • Studierende können ihre Anspruchsberechtigung durch die Vorlage ihrer Studienbescheinigung und ihres Impfausweises nachweisen.
  • Teilnehmende an Impfwirksamkeitsstudien können sich von den Verantwortlichen der Studien einen entsprechenden Teilnahme-Nachweis ausstellen lassen.

Das Ergebnis der Testung sowie der Nachweis über die Meldung des Ergebnisses an das Gesundheitsamt sind bis zum 31. Dezember 2022 unverändert zu speichern oder aufzubewahren.

Für alle oben genannten Personengruppen gilt weiterhin, dass eine Vergütung nur dann gewährt wird, wenn der Leistungserbringer das Testergebnis und das Testzertifikat an die Corona-Warn-App übermitteln kann.

Coronavirus-Testverordnung (TestV) gültig ab 01.07.2021 - Was ist neu?

Coronavirus-Testverordnung (TestV) gültig ab 01.07.2021

WAS IST NEU?

ab dem 01.07.2021

  • Nur noch vom Öffentlichen Gesundheitsdienst selbst betriebene Testzentren können Kosten der Errichtung und des laufenden Betriebs geltend machen.
  • Alle Bürgertester müssen sich erneut bei der KV Thüringen registrieren, um mehr Daten (Steuernummer, Kapazität...) zu erfassen als bisher.
  • Leistungen nach § 12 Absatz 1 sind von den zuständigen Stellen des ÖGD und den von ihnen betriebenen Testzentren nicht berechnungsfähig. Diese Einrichtungen machen Kosten gemäß § 13 TestV geltend.
  • Testzentren, die vom ÖGD beauftragt wurden, können die Kosten für die Errichtung und den laufenden Betrieb nur noch für den Leistungsmonat Juni geltend machen.
  • Sie dürfen nur Sachkosten für PoC-Antigen-Testkits abrechnen, die Sie tatsächlich verbraucht haben. Keine Abrechnung im Voraus!
  • Die Sachkosten für selbst beschaffte und eingesetzte PoC-Antigen-Tests werden mit einer Pauschale in Höhe von 3,50 € je Test vergütet. → Nur tatsächlich verbrauchte Tests können abgerechnet werden.
  • Die Leistung (Gespräch/Abstrichentnahme/Zeugnisausstellung etc.) wird einheitlich mit 8 € vergütet.
  • Antigen-Tests zur Eigenanwendung, dessen Durchführung vor Ort überwacht wird (überwachter Antigen-Test zur Eigenanwendung, je Testung 5 €) können unter bestimmten Voraussetzungen angewendet werden.
  • In Einrichtungen oder Unternehmen nach § 4 TestV kann die Diagnostik auch mittels Antigen-Tests zur Eigenanwendung ohne Überwachung erfolgen; in diesem Fall darf kein Zeugnis über das Vorliegen oder Nichtvorliegen einer Infektion ausgestellt werden.
  • Es dürfen nur solche Antigen-Tests verwendet werden, die zum Zeitpunkt der Bestellung für den Abrechnungszeitraum auf der Internetseite unter www.bfarm.de/antigentests aufgeführt sind.
  • Ab dem 01.08.2021 wird die Vergütung für die Bürgertests nur noch an die Leistungserbringer erfolgen, die an die Corona-Warn-App (CWA) angeschlossen sind, um auf Wunsch der getesteten Person digitale Testzertifikate ausstellen und an die CWA übermitteln zu können.
  • Testende können sich hier über eine Anbindung an die CWA informieren.
  • Für die Bürgertestung muss zum Nachweis der Identität der getesteten Person ein amtlicher Lichtbildausweis vorgelegt werden.
  • Die Leistungsdokumentation wurde nunmehr präzisiert. 
  • Ab dem 01.08.2021 müssen die Leistungserbringer von Bürgertestungen den örtlichen Gesundheitsbehörden monatlich und standortbezogen die Zahl der von Ihnen erbrachten Bürgertestungen und die Zahl der positivem Testergebnisse melden. 
  • Die KV Thüringen wird die Plausibilität der Abrechnungen prüfen und zusätzlich stichprobenartig vertiefte Prüfungen durchführen.
  • Für die Abrechnung bis einschließlich 30.06. gilt weiterhin, dass nur die realen Beschaffungskosten je Testkit abgerechnet werden dürfen. Den Maximalbetrag anzusetzen, obwohl Sie die Testkits günstiger eingekauft haben, ist unzulässig.
  • Darüber hinaus gilt weiterhin, dass systematische Testungen bei Lehrern, Schülern, Erziehern und Beschäftigten in Schulen und Kitas nicht über die TestV abgerechnet werden dürfen.

Abrechnungsberechtigte Einrichtungen und Unternehmen (keine Bürgertestungen)

Wichtig:  Einrichtungen oder Unternehmen nach § 4 Abs. 2 Nr. 1 bis 7 TestV 

  • Nichtärztlich oder nichtzahnärztlich geführte Einrichtungen müssen die Testungen durch das Personal selbst durchführen; Abstriche sind nicht berechnungsfähig. Hier können ärztliche Schulungen für nichtärztliches Personal in Anspruch genommen werden. Schulungen in derselben Einrichtung sind höchstens einmal alle zwei Monate pro Arzt berechnungsfähig. Name, Adresse und Auftrag gebende Person der Einrichtung sind zu dokumentieren.
  • Mit Ausnahme von Obdachlosenunterkünften, Einrichtungen oder Diensten der Eingliederungshilfe, dürfen sich Einrichtungen oder Unternehmen nach § 4 Abs. 2 Nr. 1 bis 7 TestV ausschließlich für die Abrechnung von Sachkosten der PoC-Antigen-Tests registrieren. Dies gilt auch für Zahnarztpraxen, Praxen anderer humanmedizinischer Heilberufe, Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitsdienstes, in denen medizinische Untersuchungen, Präventionsmaßnahmen oder ambulante Behandlungen durchgeführt werden oder Rettungsdienste.
  • Es dürfen nur tatsächlich genutzte PoC-Antigen-Tests bis zur maximalen Höhe der in der Testverordnung festgelegten Menge abgerechnet werden.

Wer kann getestet werden?

Präventive Testungen können bei folgenden Personen erfolgen:

  • Personal,
  • Bewohnerinnen und Bewohnern/Patientinnen und Patienten und/oder
  • Besucherinnen und Besuchern
     
  • Für Personal ist der Anspruch grundsätzlich auf eine Diagnostik mittels Antigen-Tests beschränkt. Dies beinhaltet laborbasierte Antigen-Tests sowie PoC-Antigen-Tests.
  • Für Personen, die durch die genannten Einrichtungen oder Unternehmen behandelt, betreut, gepflegt werden oder in diesen untergebracht sind oder sowie deren Besucherinnen und Besucher ist der Anspruch auf eine Diagnostik mittels PoC-Antigen-Test beschränkt.

  • Einrichtungen nach § 4 Abs. 2 Nr. 7 TestV können sich ohne ein bestehendes Testkonzept für die Abrechnung von PoC-Antigen-Tests nach § 11 TestV registrieren. Es dürfen nur tatsächlich genutzte PoC-Antigen-Tests bis zu einer Höhe von maximal 10 PoC-Antigen-Tests je Tätigem pro Monat abgerechnet werden. Die PoC-Antigen-Tests werden in eigener Verantwortung beschafft und genutzt.
  • Einrichtungen und Unternehmen nach § 4 Abs. 2 Nr. 1, 2, 4 bis 6 bis zu 35 PoC-Antigen-Tests oder Antigen-Tests zur Eigenanwendung und

Hinweis des BMG zur Hitzeempfindlichkeit von Antigen-Schnelltests

Voraussetzung für eine sachgerechte Anwendung von Antigentests ist die korrekte Lagerung und die Durchführung bei Raumtemperatur (siehe genaue Angabe des Temperaturbereichs entsprechend Herstellerangaben in der Packungsbeilage). Es ist davon auszugehen, dass bei sachgemäßer Lagerung und Gebrauch CE-zertifizierte Antigentests in einem Temperaturbereich zwischen 4°C und 30°C gleichbleibende Leistungen in Bezug auf Sensitivität und Sensibilität liefern. Geringe Temperaturen (<4°C) während Lagerung und Durchführung der Antigentests lassen die Spezifität des Testergebnisses sinken. In der Konsequenz kann es zu vermehrten falsch positiven Ergebnissen kommen.
Bei erhöhten Temperaturen (>30°C) während Lagerung und Durchführung der Antigentests, kann es zu einer Reduktion der Sensitivität kommen. Damit kann es vermehrt zu falsch negativen Testen kommen. Insgesamt sind häufige Temperaturschwankungen bei der Lagerung von Antigentesten kritisch zu betrachten und zu vermeiden. Starke Temperaturschwankungen können auch zu Kondensation von Wasser in der Testkartusche führen, dies ist mit erheblichen Einschränkungen in der Testleistung verbunden.